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Erwarte das Unerwartete und nichts kann dich je überraschen.

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Wie überraschend doch manchmal das ist, was sich unter der Oberfläche verbirgt.
Und wie sehr es sich oft von dem unterscheidet, was wir erwartet haben.
Wie glücklich manche Menschen doch erscheinen – und wie unglücklich sie in Wahrheit sind.
Es gibt Menschen, die uns durch ihr Selbstbewusstsein schlichtweg den Atem rauben – doch in Wahrheit zweifeln sie noch stärker an sich als wir. Jeden Tag.
Andere sind so wunderschön, dass man kaum den Blick von ihnen wenden kann – so sehr lieben unsere Augen dieses Bild. Doch Nachts in der Dunkelheit, fernab des Smalltaks und des aufgesetzten Lächelns beweinen sie eine Liebe, die sie verloren haben. Oder einen Freund, der sich abgewendet hat.

Unsere Vorstellung ist wie eine Parallelwelt zu dem, was wir dank unseren Augen als die wirkliche Welt bezeichnen.
Doch wie wirklich kann sie schon sein, wenn diese Wirklichkeit so trügerisch ist.
Wir sehen oft so viel und doch so wenig.

 

27 Kommentare

  1. Ziska

    Das, was du schreibst, das ist so wahr. Und ich habe schon so oft darüber nachgedacht. Wie oft bewundert man Menschen dafür, wie gut sie vor einer Menschenmenge reden können, ohne nervös zu wirken, wie wunderschön sie aussehen, selbst, wenn ihnen der Wind die Haare zerwühlt. Oft fragt man sich, warum man selber nicht so ist. Und denkt dabei nicht daran, dass es immer mehr gibt als diese Oberfläche. Schön geschrieben.

    • Carolina

      Genau so ist es. Man schaut auf zu Menschen – doch wenn man wüsste, wie es in ihnen aussieht, dann würde man diese Menschen mit ganz anderen Augen betrachten. Oder bei anderen erkennt man den wahren Schatz erst viel viel später – und fragt sich dann, warum einem das zum Teufel erst jetzt auffällt??
      Trotz unserer Augen sind wir eben doch auch oft so blind!

  2. Sooo wahre Worte! Das hab ich schon so verdammt oft erlebt und daher bin ich nicht mehr so naiv!
    Es gibt so viele Menschen die lachen wenn sie eigentlich innerlich weinen …
    Ich hab recht schnell gelernt, dass das für mich nichts ist. Ich bin ein Mensch, dem man anmerkt wenn es ihm nicht gut geht. Der Dinge nicht schön redet, wenn sie es nicht sind und der weint, wenn er meint weinen zu müssen! Ich mach Dinge nicht toller wie sie sind, denn dann lüg ich mir nur selbst ins Gesicht und das ist in meinen Augen sau dumm.
    Aber wie du so schön schreibst gibt es trotzdem Baustellen, die man nicht jedem auf die Nase binden möchte. Niemand weiß wieso es einem vllt mal nicht gut geht, wieso man überglücklich ist oder wieso man auf gewisse Dinge so und so reagiert. Da ist immer noch etwas hinter dem Menschen von dem eben meistens nur ganz wenige wirklich wissen. Aber genau das macht viele Menschen ja auch so interessant. Die Geschichten die dahinter stecken. Und ich freu mich immer wieder wenn ich von einigen dieser Geschichten erfahre.

    • Carolina

      Du bist so ein fabelhafter Mensch. Ich kenne dich zwar nicht, aber schon deine Worte zeigen so viel davon! Genau so denke ich auch und genau so bin ich auch. Mir sieht man auch alles immer gleich an. Oft ist das sogar eher schlechter für mich, aber so bin ich nunmal. Und wenn es mir schlecht geht, fällt es mir unglaublich schwer, eine hübsche Fassade aufrecht zu erhalten.
      Wir tragen alle unsere Sorgen und Probleme mit uns rum. Und das ist doch auch gut so – solange man auch dazu steht. Ich glaube im Leben gäbe es halb so viele Missverständnisse, wenn Menschen einfach so sein würden, wie sie wirklich sind – und nicht so, wie sie gerne sein würden.

    • Carolina

      Vielen lieben Dank, Emilie. Mir hat das wirklich auf der Seele gebrannt – und dann muss es raus!
      Das von ist von mir, also ich war nur hinter der Kamera! 😉 Obwohl ich etwas neidisch bin, nicht selber so ein tolles Bambi zu haben!

  3. Wow! Wunderschöner Text und noch dazu: ein wunderschönes Lied, welches ich mir direkt noch einmal anhören muss.. Ich liebe Blogposts mit passender Musik dazu und dein Geschmack ist super 🙂

    Zu deinem Text: Es ist wahr, viele tragen wohl eine Fassade, die sie erst ablegen wenn die Welt nicht mehr in ihre Augen sehen kann.. Wenn der Vorhang sozusagen fällt, die Tür ins Schloss fällt, man unter der Dusche steht und weint, weil der eigene Partner oder Ehemann dann die Tränen schlechter sehen kann.
    Und wenn man gefragt wird, wie es einem geht, dann antworten wir doch häufig „mir gehts gut“, weil es einfacher ist.. und schwerer zu erklären, warum es uns vielleicht nicht gut geht!

    Liebe Grüße,
    nina

    • Carolina

      ..wie schön du das gesagt hast! „Wenn der Vorhang fällt“ – jetzt bin ich fast traurig, dass mir das nicht eingefallen ist. Aber es ist in der Tat so – wenn der Vorhang fällt, dann erst sieht man oft den wirklichen Menschen.
      Ich glaube, die Frage von irgendwelchen halbbekannten, die dir im vorbeigehen ein „und, wie geht’s“ vor die Füße werfen, kann ich auf den Tod nicht ausstehen. Ich bin dann immer versucht zu fragen – „Wieviel Zeit hasts du gerade? Ein, zwei Jahre? Denn so lange dauert es versäumtes seit deiner letzten Frage aufzuholen..“

  4. Ich melde mich hier auch mal wieder zu Wort 🙂 Richtig wunderbarer Text den du da geschrieben hast und wie wahr er ist! Ich denke auch oft darüber nach und habe mir dadurch auch angewöhnt genauer auf meine Umwelt und Mitmenschen zu achten und nicht immer vorschnell zu urteilen. Bei mir ist es ja so, dass man es mir meistens anmerkt wenn es mir nicht gut geht aber ab und zu möchte man halt doch auch stark sein und nicht komplett seine weiche zerbrechliche Seite zeigen. Und das Bild ist sehr schön geworden 🙂 ich habe ebenfalls ein Bambi Tattoo nur in schwarz-weiß und natürlich etwas anders gestochen. Es soll mich unteranderem jeden Tag daran erinnern das Kind in mir zu bewahren.

    Liebste Grüße

    • Carolina

      Liebe liebe Sabi, es freut mich ungemein von dir zu hören. Also wirklich ungemein. Aber ich muss dich schimpfen: War gerade auf deinem Blog – ts ts ts! Los, jetzt aufgerafft und reingehauen in die Tasten! :-*
      Und du hast auch so ein fabelhaftes Bambi? Ach das würde ich ja nur zu gerne mal sehen! 🙂

    • Carolina

      Ja, bis zu einem gewissen Maße ist das ja auch vollkommen menschlich und verständlich. Man soll ja auch nicht jeder X-beliebigen Person quasi sein Innerstes under die Nase reiben! Aber oft ist es so, dass man sich selbst und anderen etwas vorspielt, was so dermaßen weit von dem entfernt ist, was man eigentlich fühlt oder denkt – das ist dann das, was nicht schön ist. Und auch nicht gut tut..

  5. Schon wieder so ein berührender Text von dir. Ich habe immer noch Tränen in den Augen.
    Ich denke es gibt mehr Menschen, als man glaubt, die der Welt gerne mal etwas vorspielen. Es ist eben schwer völlig offen und ehrlich zu sein und vor allem zu sich selbst! Manchmal ist es wohl einfach leichter zu lächeln, als über Probleme und Gedanken zu reden und sich anderen anzuvertrauen.. Da scheint eine so kleine Maske, wie ein Lächeln, ein unfassbar großer Schutz zu sein. Nur ist es irgendwann schwer, aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Denn wer denkt schon, dass sich hinter dem sichtbaren „Ich“ eine so andere Person verbergen könnte..
    Ich kann dir gar nicht genug für diesen Text danken. Ich denke ich werde ihn mir sogar ausdrucken! Vielen Dank!!!

    Hab einen bezaubernden Tag
    Xx Maike

    • Carolina

      Ach du Süße! ICH hab zu danken, dafür, dass so jemand liebes wie du Leser meines Blogs ist! ♥ Und falls du es wirklich ausdruckst, dann wachse ich gerade 10 Zentimeter vor stolz. Mindestens!

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