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Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zu wenig Glitzer.

Hallo Fuchsfreunde,

eine neue alte Liebe habe ich kürzlich aus einem der hinteren Bereiche unserer Jackenecke herausgezogen. (Ja, Jackenecke – so nenne ich den dunken Winkel im Büro in dem der Mister und ich in argloser Chaosmanier unsere Oberbekleidung quetschen. )

Kennt ihr das, wenn ihr euch plötzlich neu verliebt? Es gibt diesen einen Moment und zack. Fragt man sich, wie man das nicht schon vorher bemerken konnte. Wie man nur so blind und ignorant sein konnte. Plötzliche Verliebtheit. Hatte ich mit diesem alten Mantel aus dem Designerhause Tally Weijl. Vorletztes Jahr (ok, so manch einer würde das noch lange nicht „alt“ nennen – ich weiß) Für gerade mal 15 Euro ging er da in meinen Besitz über, ein paar Mal getragen und natürlich sehr bald schon wieder irgendetwas Neues entdeckt, sodass er völlig zu Unrecht ein monatelanges Schattendasein führen musste. Und zwar wortwörtlich.

Der eine würde jetzt vielleicht sagen, sie hätte einfach zu viele Klamotten. Ich sehe es optimistisch und sage: Hej, dafür freue ich mich jetzt gleich zwei Mal. Ist doch super! Weiterlesen

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Links, rechts, vor, zurück.

„Weißt du, das große  Dilemma ist: Du kannst wählen,“  sage ich zu meiner Freundin. Natürlich geht es um Männer. Doch eigentlich geht es um alles.
Wir blicken uns schweigend an, während wir mit den Händen unsere Kaffeetassen wie einen Rettungsanker umklammert halten. Die Kerze ist schon fast heruntergebrannt, das warme Wachs läuft wie Lava aus einem Minivulkan auf den Holztisch.  Wie immer kann ich nicht anders: Ich tippe mit dem Zeigefinger in die glänzende Masse und streiche dann über das Wachs, das auf meiner Haut innerhalb von Sekunden fest wird. Als Kind habe ich diese Prozedur so lange wiederholt, bis alle 10 Fingerspitzen sorgfältig mit Wachs bedeckt waren . Jetzt bin ich erwachsen und genüge mich mit einem. Manchmal zwei. Weiterlesen

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Was ist überhaupt wichtiger? Ziel oder Weg.

“It’s so strange how life works: You want something and you wait and wait and feel like it’s taking forever to come. Then it happens and it’s over and all you want to do is curl back up in that moment before things changed.”
― Lauren Oliver, Delirium

So sind wir ein klein wenig, oder? Warten und warten auf etwas. E T W A S. Und als wahre Meister der Fantasie verändert sich dieses bloße Etwas. Wächst, verändert seine Form, wird größer.  Besser. Schöner. So viel schöner. Und allein der Gedanke, noch länger warten zu müssen, macht einen unruhig. Ungeduldig.  Kreuzchenkalender einrichten.  Wann ist der Monat endlich zum. Und der nächste, und der übernächste. Warten auf etwas in der Zukunft ist diese bittersüße Mischung: Antrieb und Ignoranz. Und wir alle wissen, dass der Satz „Vorfreude ist die schönste Freude“ nicht untertrieben ist.  Ein Ziel in Gedanken ist ein starker Motor. Aber auch ein bitterer. Denn während wir oft mit leuchtenden Augen und in höchster Konzentration unserem wunderschönen Etwas entgegenlaufen,  verpassen wir – alles andere. Die Dinge entlang der Straße. Kreuzungen. Neue Wege. Den Weg. Wir verpassen den Weg. Weiterlesen