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Costa Rica II – Nicoya Halbinsel & im Monteverde Nationalpark

Müde kommen wir in Liberia an. Unsere Körper sagen, es ist 3 Uhr nachts, lass mich in Frieden. Die Zeitumstellung sagt uns – 6 Stunden schenke ich euch, Freunde. Also schleppen wir unser Hab und Gut mit letzter Kraft in unsere Unterkunft, begleiten eine Kakerlake sanft nach draußen und fallen kurze Zeit später wie zwei Steine in unser Bett.

Am nächsten Morgen stehen wir früh auf. Liberia lädt nicht unbedingt zum Verweilen ein und so wollen wir lieber so schnell wie möglich ein Leihauto besorgen, um dann die kleine Halbinsel Nicoya im Nordwesten zu erkunden. Und erst da bemerke ich in meinem langen Strickcardigan, den ich mir wie aus Gewohnheit übergezogen habe wie warm es ist. Dieser Moment, wenn man im Februar das Gesicht in die Sonne halten kann, ist der Grund, warum es mich immer wieder um diese Zeit in die Ferne zieht. Selten kann ich mehr genießen. Und ich bin verdammt dankbar. Weiterlesen

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Costa Rica – Pura Vida!

Am 10. Februar klingelten morgens um 4:30  zwei Wecker. Einer auf meiner Seite, einer auf seiner. Bei einer solch grässlich frühen Uhrzeit sind zwei das absolute Minimum. Außerdem geht es hier schließlich um den Urlaub! Nicht auszudenken, sollte man den verschlafen. Schlaftrunken ziehen wir uns an, geredet wird noch nicht. Jeder hakt seine ganz pesönliche to Do Liste noch einmal innerlich ab. Die Euphorie darf später kommen.
Auf der menschenleeren Autobahn setze ich den Tempomat, schalte das Radio ein und sehe der aufgehenden Sonne zu. Zum ersten Mal fühle ich es: Ich habe Urlaub.
Angekommen in Stuttgart, atmen wir noch ein letzes Mal die klare Winterluft von exakt -2 Grad ein, verstauen die dicken Wollmäntel im Kofferraum und ich murmle leise, tschüss Deutschland. Wir müssen los. Aber wir bringen dir den Frühling mit zurück. Weiterlesen

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10+1 Dinge, ohne die ich niemals verreisen würde

Hallo Fuchfreunde!
Ihr habt es sicher schon mitbekommen – und wer noch nicht: Am Samstag geht es für mich und den Mister in ein neues Abenteuer. Costa Rica und Pánama ist das Ziel. (Empfehlungen und hochgeheime Geheimtipps sind also jederzeit willkommen)

Inszwischen bin ich ganz geübt im Packen und kann relativ schnell alles einpacken, von dem ich weiß, das es für mich unverzichtbar ist. Witzigerweise habe ich eigentlich immer relativ wenig Klamotten dabei – was aber wahrscheinlich auch daran liegt, dass jene Unverzichtbaren Dinge schon ziemlich viel Gewicht mit sich bringen. Da wir mit dem Rucksack reisen, muss man lernen sich zu fokussieren – oder 3 Monate vorher mit dem Gewichte stemmen beginnen.

Hier kommen also meine 11 Reisebegleiter, ohne die ich niemals das Land verlassen könnte:

1. Kameras
Nicht wirklich überraschend als Fotografin, schätze ich. Ohne Kamera würde ich wahrscheinlich sogar eher daheim bleiben und ich habe jedes Mal eine riesen Angst , irgendwas könnte kaputt gehen. Man könnte wahrscheinlich schon von einer Paranoia sprechen. Auf jeden Fall wurde mir das bei meinem entsetzten Gesichtsausdruck nachgesagt, wenn ich sie mal aus der Hand geben musste 😀
Dabei habe ich immer eine (viel zu schwere) Spiegelreflexkamera. Und unverzichtbar: Meine geliebte Analogkamera, die Canon AV-1. Mein Freund hat mich für verrückt erklärt, denn das Metallgehäuse wiegt schon etwas, aber ohne die geht’s nicht. Und wenn ich mir für die Zeit einen Lastenesel mieten muss. Nicht mit auf dem Bild ist übrigens die Go Pro. Die hat sich der Mister vor ein paar Tagen gekauft und auf die bin ich auch schon super gespannt. Der erste Test war schon überragend!

2. Sonnencreme
Lichtschutzfaktor 30 ist eigentlich ein Witz, denn meine Haut bräuchte so etwas wie Lichtschutzfaktor 3000. Aber man soll ja zufrieden mit dem sein, was man hat.
Sonnenschutz kaufe ich immer hier bei uns in Deutschland, da vertraue ich irgendwie mehr auf das „Sensitiv“, das zumindest das Etikett verspricht. Zickenhaut eben.

3. Birkenstocks
Jeder Abenteurer, der etwas auf sich hält, benötigt auch einen sicheren Begleiter unterwegs. Und auch, wenn ich die eigentlich mal ziemlich unsexy fand. Es gibt einfach nichts Bequemeres! Und inzwischen trage ich sie eigentlich zu allem und L I E B E sie. Wie konnte ich nur zuvor all die Kilometer in Ballerinas laufen. Ich meine: Wo ist da die Sohle.

4. Umhängetasche
Für mein nicht gerade schlankes Kameraequipment brauche ich eine möglichst stabile Tasche. Und mir ist dabei immer wichtig, nicht aus 100 Kilometer Entfernung schon nach Tour auszusehen.
(Obwohl, eigentlich hinlänglich – denn meine Kalkbeine leuchten mindestens 200 Kilometer).

5. Nagellack (ok, mehrere)
Das klingt nach Tussi – und so ist es wahrscheinlich auch. Aber ohne Farbe auf den Nägeln fühle ich mich irgendwie nackt. Und es macht mich glücklich. Und ich habe keine ansehnlichen Nägel. Und genug Rechtfertigung. Ich liebe Nagellack. Punkt.

6. Schilddrüsentabletten
Unterfunktion. Ohne die bin ich wie ein Faultier. Ein krankes, lahmes und depressives Faultier.

7. Schlafbrille
Zum Schlafengehen verbarikadiere ich mich wie Geschäfte kurz vor einem Hurrikane: Fenster zu, alle Lichter weg, Rollo bis zum letzten Schlitz nach unten. Ansonsten bin ich wach – und zwar viel zu früh! Und weil ich nicht gerade ein Sonnenschein am Morgen bin, habe ich im Urlaub zur Sicherheit und bei drohender Lichtgefahr immer eine Schlafbrille im Gepäck.

8. Reiseführer
Ich fahre ja immer eher relativ planlos in den Urlaub. Gebucht wird meist nur die erste Nacht – und dann wird einfach das getan, wonach einem der Sinn steht. Was ich aber vor jedem Urlaub brauche: Einen Reiseführer. Ich liebe es, all die möglichen Abenteuer schon mal durchzulesen und außerdem: Brauche ich eine Trophäe in meinem Bücherregal. Zeugen meines mutigen Abenteurlebens. Haha. Mein Freund lacht mich schon immer aus, weil ich ihn dann auch die ganze Zeit mitschleppe, wie einen Teddybär (und auch nicht selten mal verliere), aber irgendwie brauche ich das einfach.

9. Kopfhörer
Und zwar vor allem für meine Hörspiele. Danach bin ich nämlich hochgradig süchtig. Ich höre das immer bei der Bildbearbeitung, beim Autofahren, zum Einschlafen –  und es beruhigt mich unglaublich. Ich bin immer ein wenig hibbelig und dabei komme ich immer irgendwie zur Ruhe. Ich glaube, es erinnert mich an meine Kindheit, als ich zusammen immer mit meinen Brüdern in die Bettdecke eingekuschelt Bibi Blocksberg Kasetten zum Einschlafen gehört haben.

10. Smartphone
Also eigentlich, war das Handy ehrlich gesagt nicht mit eingeplant. Allerdings ist es so, dass der Mister mir einen längeren Kommentar hier auf dem Blog angedroht hat, sollte ich es hier unter den Tisch fallen lassen. Er meint, ich wäre süchtig oder so. Das ist natürlich Quatsch. Und total übertrieben. Und schließlich ist das eben auch mein Arbeitsgerät. Und mein Navi. Naja, und ohne ein Navi würde ich wirklich niemals irgendwohin verreisen. 😀

11. Powerbank
..na weil diese Smartphones ja aber auch nur immer 10 Minuten halten. Vor allem meins ist inzwischen so unzuverlässig und geht ständig aus. Wenn es ihm zu kalt ist oder zu lauwarm oder wenn es einfach keine Lust hat. Wer weiß das schon. Einer der drei Fälle trifft auf jeden Fall fast täglich ein und so ist mein Handy fast schon siamesisch verbunden mit der Powerbank.

 

 

 

 

 

 

 

So alles zusammengeschrieben, habe ich doch so einige Ticks entwickelt glaube ich. Und ich schleppe schon so einiges Technikkram mit mir herum, das habe ich auch bemerkt, als ich durch die Wohnung gelaufen bin und spontan nach allem gegriffen habe, ohne das ich niemals verreisen würde.

Wie sieht es da bei euch aus? Seid ihr eher die Minimalisten oder habt ihr auch so einige Dinge, ohne die es einfach nicht geht?