Alle Artikel in der Kategorie “Random Facts

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The future is always beginning now

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“If you want something new, you have to stop doing something old”
 Peter F. Drucker

Ja, das klingt so fabelhaft einleuchtend, logisch und einfach. Während ich also für gewöhnlich voller Hingabe alten Krempel in mein Herz schließe, alles ewig- und Ewigkeiten aufbewahre und generell ein Trennungsvermeider bin, brechen nun neue Zeiten an. Ob man nun möchte oder nicht.
Plötzlich verändert sich alles um dich herum. Und das auch noch rasend schnell. Das, was sonst zu deinem Leben gehörte wie die Tasse Kaffee am Morgen ist plötzlich weg und hinterlässt eine sich seltsam anfühlende Lücke.
Was sind wir Menschen doch für Gewohnheitstiere!
An jeder Ecke warten Entscheidungen (in Form von Professor McGonigal aus Harry Potter, die mit tippendem Fuß, hochgezogener Augenbraue und verschränkten Armen vor einem steht).
Die Zeit ist gekommen – schneller als einem lieb war (wie das eben immer so ist) – und schon heißt es: Alle Mann an Bord! Der alte Kahn segelt weiter. Altes, Unnötiges, jeglicher Ballast bleiben zurück. Das ist hart.
Wohin die Reise hingeht? Mal sehen, wohin das Glück, die Winde und die eigene Steuerkraft einen führen.

Die Fotos hier sind übrigens ganz und gar spontan entstanden. Jemand aus meinem Haus ist wohl ausgezogen (oder er wollte einfach mal neu umdekorieren) und so war unser Innenhof kürzlich voll mit lauter altem Krempel, der vor vielen Jahren mal neu gewesen war. Ich stand also mit glitzernden Augen vor all den hübschen alten Sachen (zuggeben, nicht jeder würde den Begriff „hübsch“ verwenden), die ihrem Besitzer mal irgendwann vor langer Zeit wichtig gewesen waren und hätte am liebsten so einiges vor dem sicherem Krempeltot bewahrt.
Aber ich bin stark geblieben. Neue Ufer rufen und ich muss weiterziehen. Ich bin stolz auf mich.
Heute war der Innenhof wieder leer – komplett sauber, als wäre nichts gewesen.

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             Sheinside Wishlist_Finish
Verliebt bei Sheinside
// rosa Tüllrock // grünes Rüschenkleid //Mantel mit Goldknöpfen // Gliederkette // Oversize Strickjacke // grüner Pullover mit Rosenprint //

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Today’s song: Of Monsters and Men – Love Love Love

Outfit

// Mantel Zara // Pullover in rosé mit Spitzenabschluss Tally Weijl //grüner Rock H&M // Strinband mit Perlen SIX // Jutebeutel Pretty Sucks //

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Licht aus, Spot an. Mein erstes Video. Es darf gelacht werden.

Vor ziemlich genau einem Monat, in dieser seltsamen Zeit zwischen den Jahren, habe ich mir felsenfest in den Kopf gesetzt, das versprochene Video für euch abzudrehen. Noch voll weihnachtlicher Besinnlichkeit und Liebe im Herzen und um dem alten Jahr noch ein rundes Ende zu verpassen, war ich also hoch selbstbewusst und hatte das Ziel fest vor Augen.

Also ehrlich, ich fand mich in wenigen Momenten so dämlich, wie da, als ich extra gewartet hatte, bis mein Freud die Wohnung verlassen hat, um dann meine Canon vollzuquatschen. Und ich schwöre, dass Objektiv hat mich angegrinst. Mein zweiter Versuch war auch nicht viel besser – da saß mein Freund 2 Meter entfernt und ich habe eigentlich nur leicht hysterisch gelacht.
Nun gut, aber Plan ist Plan, irgendwie habe ich es irgendwie hinbekommen und nach stundenlanger Bastelarbeit musste mich mein Freund am 31. Dezember mit sanfter Gewalt vom Schreibtisch entfernen und zum Raclett-Essen schleppen.

Wir haben es immerhin über die Türschwelle geschafft, da machte ich auf dem Absatz kehrt, rannte zum Laptop zurück, löschte Video und alle schändlichen Beweise – und ging dann das neue Jahr begießen.

Warum? Ich habe mich nicht getraut. Klingt nach Hasenfuß. Und ja – das bin ich wirklich.

Am nächsten Tag tat es mir dann doch sehr Leid, aber irgendwas hatte ich kaputt gemacht und ich schaffte es nicht mehr, das Video zum Laufen zu bringen – wie ihr Adleraugen aber natürlich seht, da oben ist es nun, besagtes Video.

Also wird sich gleich die nächste Frage auftun – warum hast du es jetzt doch online gestellt, alter Hasenfuß?

Am Wochenende war ich mal wieder daheim bei meiner Familie und es gab doch tatsächlich ein richtiges Winter-Revival, mit Schnee und allem Drum und Dran. Also gingen meine Mama und ich einen Schneespaziergang machen und taten so, als wäre morgen Weihnachten – so für die Stimmung. Da hatte ich dann das Gefühl, mein Weihnachtsbaum im Video passt  doch wieder ganz gut rein. Und zum zweiten – noch sehr viel ausschlaggebender – ward ihr. All eure wunderbaren, lustigen, herzlichen Kommentare in meinem letzten Post haben mich so überrascht und gefreut, dass ich mir nun dachte: „Du alter Hasenfuß, du hast die tollsten Leser der Welt – also raus in die Welt damit!“

So. Das ist die Geschichte zu meinem Video mit Weihnachtsbaum. Bitte lieb sein.

 

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Ich bin so’n bisschen uncool

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Ja Leute, so ist es in der Tat. Ich glaube, ich bin wirklich kein bisschen cool.
Das wurde mir erst kürzlich bewusst, nachdem ich meinen Freund fragte, ob denn diese eine neue Disko in meiner Heimatstadt besuchenswert wäre. Der 360 Club.  Und genau so habe ich es auch ausgesprochen – „wollen wir da mal hin, in diesen dreihundertsechzig Club?“.
Nachdem mein Freund 10 Minuten Tränen gelacht hat, klärte er mich auf, dass besagter Club – Achtung lässiger Akzent – der „Three Sixty Club“ wäre. Ja gut – woher soll man DAS auch wissen?

Also während ich so weiter sinnierte, dachte ich, es wäre mal wieder Zeit für einen „Random Facts“ Post – weil mir da plötzlich noch so einige Sachen eingefallen sind…

1) In meiner Zeit als hochpubertierender Teenager waren Schlaghosen das Non-Plus-Ultra an Coolness. Die Eintrittskarte zu den tollen Mädchen und den noch sehr viel tolleren Jungs. Und ich habe sie gehasst. Ich finde, Schlaghosen haben – wenn überhaupt – nur eine Daseins-Berechtigung an großen und schlanken Frauen. Da ich zu der Zeit eher wie ein pickeliger kleiner Storch aussah, wirkte ich reichlich verloren in dieser Sorte Hose. Und meine ohnehin schon nicht so langen Beine sahen direkt nochmal eine Ecke kürzer aus. Also wie ein Gnom-Storch. Mit Pickeln.
Als ich wieder mal mit meiner Mama einkaufen war (oh ja, das machten wir sehr lange so), schleppte sie mich voller Stolz in den Whörl. Ihr müsst wissen, wir hatten nie besonders viel Geld und wenn wir schon mal in den Whörl gingen, dann konnte man das quasi mit einem opulentem Staatsbesuch vergleichen.
Daher hat es mir meine Mama wohl noch auf sehr vielen Geburtstagsveranstaltungen und Verwandtschaftsfeiern vorgehalten, dass ich damals zu der Whörl-Verkäuferin sagte: „Also ich hätte gerne eine Jeans. Aber bitte ’nix modernes. Einfach so was grades.“ Von der Verkäuferin erntete ich dafür einen ziemlich missbilligenden Blick – meine Mama hatte eine ganz leicht rosa Gesichtsfarbe angenommen – meine ich mich zu erinnern.
Aber was soll ich machen – ich kann ja auch nichts dafür, dass die Hosen so kacke aussahen!

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2) Selbst im Jahr 2014 bin ich noch nicht im Zeitalter der Touch Handys angekommen. In meiner Entwicklung bin ich irgendwo zwischen N0kia 3210 (wieder so ein Coolness Non-Plus-Ultra. Und nein, natürlich hatte ich es nicht.) und meinem rosa Klapphandy stehen geblieben.
Ich habe im Moment irgend so ein abgelegtes Samsung Teil von meiner Mama, das ich zutiefst verachte – wahrscheinlich beruht es sogar auf Gegenseitigkeit. Aber ich vermisse mein rosa Klapphandy. Ich vermisse es, das Handy nur einmal die Woche aufladen zu müssen. Ich vermisse es, dass ich mein Handy täglich 20 Mal fallen lassen konnte – und es hat es mir nie übel genommen. Und ich vermisse Tasten.

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3) Ich kämpfe mit starken Verständigungsproblemen. Ich habe keine Ahnung, was SWAG bedeutet. Oder warum man jetzt immer sagt „abhängen beste alter“. Was ist dieses ominöse „beste“? Immerhin weiß ich mittlerweile, was YOLO heißt. 

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4) Ich habe kein Instagramm. Ich glaube, dass ist im Jahr 2014 quasi der Gipfel an Nicht-Coolness! Leute, gebt mir noch ein wenig Zeit, ich muss mir das noch eine Weile mit etwas Sicherheitsabstand ansehen. Ich bin einfach immer ein wenig spät dran.
So wie damals, als alle in der Grundschule Diddl-Blätter gesammelt haben.

Als ich mich dann auch endlich mal dazu entschlossen habe, dass das ganz lustig sein könnte, sah mein kleiner briefdünner DINA 4 Schnellhefter ziemlich popelig gegenüber den 10 Kilo Ordnern meiner Freundinnen aus. (Weswegen ich die ganze Sache auch nach drei Wochen wieder aufgegeben habe und mich wieder meinen Pferdebüchern gewidmet habe.)

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5) Ich besitze ein Fake-Fahrradschloss. Was das ist? Nun, hier die Kurzversion, wie ihr auch ein Fake-Schloss erhalten könnt:
Zuerst  schafft ihr es, ganze 45 Minuten vor der Klausur den Schlüssel im Fahrradschloss abzubrechen. Dann sucht euch einen netten Komplizen mit Spaß an leicht kriminellen Machenschaften und zerschneidet das Schloss (wenn ihr es auf offener Straße schafft, ohne von einer Oma die Handtasche übergeworfen zu bekommen: Glückwunsch!). Verwendet das Schloss nun weiterhin, indem ihr es einfach „ich-tue-so-als-ob-mäßig“ an das Fahrrad drapiert. Fertig ist das Fake-Schloss.
Obwohl, hierbei muss ich sagen, dass ich das eigentlich schon ziemlich cool finde. Oder was meint ihr?

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Outfit

// Strumpfhose mit Pünktchen Calzedonia // Strickpullover Tally Weijl //