Alle Artikel in der Kategorie “Was für’s ♥

Kommentare 22

Elsterfreunde hergeschaut!

IMG_9626
Meine sehr verehrten Leser, Elstern und Glitzer-Bitzer-Freunde!

Immer mal wieder stelle ich mit Freude kleine Geheimtipps vor, Shops, die völlig zu unrecht noch unbekannt sind und die es verdient haben, ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Eine Hand reicht die andere.
Sarah mit ihrem Dawanda-Shop „Josemma“ hatte mich kürzlich ganz frei heraus gefragt, ob ich nicht Lust hätte, für ihre Schätzchen ein wenig die Werbetrommel zu rühren – und hey, ich bin ein Mädchen mit Hang zu einer kopflosen Liebe für alles was gold ist, glitzert und funkelt.
Was ich übrigens sehr schätze – und die Erfahrung habe ich bisher jetzt eigentlich bei allen Dawanda Shops gemacht – ist, wenn Dinge liebevoll verpackt werden. Mit kleiner persönlicher Nachricht, hübschen Schleifen und schönem Papier. Wenn etwas besonders verpackt wird, spürt man sofort, dass da jemand mit dem Herzen dabei ist.
Ein Geschenk, mag es vielleicht auch gar nicht wirklich teuer gewesen sein war, ist plötzlich teuer. Lieb und teuer.  Und bleiben einem besonders in Erinnerung.

Am Sonntag saß ich also im Schneidersitz vor einem kleinem Päckchen und habe freudestrahlend die kleinen Schmuckkästchen geöffnet und mit mir selber einmal Weihnachten gefeiert.

IMG_9677

Und dann: Ging irgendwie alles schief.
Zunächst wollte mein Locken-Walla-Welle Experiment nicht so recht klappen. Der Plan waren fabelhafte Locken mit dem Glätteisen – eine Frage mal an euch: Bin ich einfach motorisch eingeschränkt oder gibt es da einen magischen Trick? Abgesehen von ein jeder Menge abgeknickten Haaren waren das Resultat eher ungenügend. Nun gut, dann eben keine Walle-Wellen.
Nachdem ich dann mein halbes Wohnzimmer nach meinem Belieben verrückt, umgestellt und mir dabei gehörig die kleine Zehe angestoßen habe  (Und zum Teufel – gibt es schlimmere Schmerzen?!), war dann endlich alles so, wie ich es haben wollte. (Anmerkung an mich: Anbau für ein Studio genehmigen lassen und im Lotto gewinnen).
Dann stelle ich fest: Stativ bei meinen Eltern vergessen inklusive Fernauslöser. Super denke ich mir. Ihr hättet die abenteuerliche Konstruktion sehen sollen, die ich für meine Kamera gebaut habe. Der schiefe Turm von Pisa hätte mir ein anerkennendes Lächeln geschickt.
Testbild, alles ist scharf – außer mir natürlich. Ohne Fernauslöser ist richtiges Fokusieren ein Spaß für sich. Muss also wieder mein riesiger Stoffseitenschläferhund herhalten, den ich an meiner Stelle positioniere, während ich den 10 Sekunden Fernauslöser schalte.
Was ich trotz unscharfen Bild erkennen kann – Schminke vergessen. War aber auch Sonntag. Mein Oben-Ohne-Tag. Wenn ich nicht unbedingt muss, lege ich öfter mal einen schminkfreien Tag ein und genieße den Luxus, nicht mit Lidstrich, Maskara und Concealer in den Ring steigen zu müssen.
Nach einem kurzen Moment des Abwägens, was nun schlimmer wäre – meine Augenringe und Pickel oder den Kosmetikbeutel herauszukramen, entischied ich mich für letzteres. Vielleicht auch, weil ein Gewitter im Anschmarsch war und schon grollend und grummelnd sein baldiges Erscheinen deutlich machte. Und damit schwand auch minütlich mein Licht – was wiederrum ganz gut für das fehlende Make-Up war. Sieht man dann ja eh‘ nicht mehr.

IMG_9650

Zusammengefasst muss es also für Außenstehende so ausgesehen haben:
In einem Zimmer das aussah, als wäre eine Bombe eingeschlagen – rennt ein Mädchen mit fast-Locken von einer wackelig aufgebauten Kamera zu einem riesigem Stofftier – schmeißt es innerhalb einer Zehntelsekunde zum restlichen Chaos und versucht dann eine oskarreife Pose aufzusetzen. Was ihr natürlich nicht gelingt, weil sie die meiste Zeit mit lachen beschäftigt ist. Und alles im 10-Sekundentakt: Caro-Double-Stofftier-aufbauen, fokusieren, losrennen, Double beseitigen, LÄCHELN!

Naja, nichtsdestotrotz hat es irgendwie geklappt und die Hauptrolle hatte ja sowieso nicht ich, sondern der wirklich zauberhafte Schmuck von Sarah.
In die Ohrringe mit den blauen Steinen habe ich mich sofort verliebt – die Farbe ist traumhaft, oder? Passend zum Gewitterhimmel.

Sarah meinte zu mir, sie möchte auch gerne bei den großen Fischen mitschwimmen. Ehrgeizig ist sie. Und ich mag das! Ich helfe ihr gerne und steuere ein paar erste Schwimmflügelchen bei – und wenn ihr mögt, dann besucht sie doch mal auf ihrem Shop  (ich garantiere euch, ihr könntet fündig werden) oder auf ihrer Facebookseite.

IMG_9628

  Weihnachten für Frau Fuchs!

IMG_9639
Als hätte Sarah gewusst, welche Farbe der Himmel an dem Tag haben würde!

IMG_9724
Fernauslöser. Du fehlst.

IMG_9657IMG_9624IMG_9690IMG_9702
Mit Liebe gemacht.

IMG_9633IMG_9638
Naja, Spaß hatte ich zumindest. (Und mein Nachbar von Gegenüber vermutlich auch)

IMG_9734

Fotos
// Foxes & Fairies //

Schmuck
// Josemma //

Kommentare 12

And I’ll find strength in pain

IMG_0749_B_gr_web
“Alice: Would you tell me, please, which way I ought to go from here?
The Cheshire Cat: That depends a good deal on where you want to get to.
Alice: I don’t much care where.
The Cheshire Cat: Then it doesn’t much matter which way you go.
Alice: …So long as I get somewhere.
The Cheshire Cat: Oh, you’re sure to do that, if only you walk long enough.”

Lewis Carroll, Alice in Wonderland

Und mit einem ohrenbetäubendem Knall fällt die Tür ins Schloss zurück.
Sie steht allein in der plötzlichen Stille, doch es scheint, als würde das Knallen noch immer den ganzen Raum ausfüllen. Doch es ist nur in ihrem Kopf. Eigentlich ist es so leise, dass selbst der Aufprall einer Stecknadel auf dem Boden deutlich zu hören wäre.
Die Tür, die eben noch ihren imposanten Auftritt hatte, scheint sie nun anklagend anzusehen, weil die Show schon wieder vorbei ist.  Ihr gefällt das Rampenlicht. Eben war sie noch eine gewöhnliche Tür, nun trennt sie zwei Menschen voneinander wie das Meer zwei sich gegenüberliegende Inseln.
In ihrem Kopf sieht sie auch die zwei kleinen Inseln. Mit einem azurblauen glitzerndem Meer dazwischen. So wunderschön und doch so gefährlich und unheimlich zugleich. Und dann gibt es noch den alten Kahn, der mühselig aber beständig jeden Tag aufs Neue hin- und herpendelt.
Woher weiß man, ob der kleine löchrige Kahn die Strecke noch bewältigen kann?
Wird er heile am anderem Ufer ankommen oder wird er beim Versuch die andere Seite zu erreichen selber untergehen? Vielleicht hat er auch einfach schon zu viele Blessuren abbekommen in den letzten Jahren. Doch darf man einfach so aufhören, schließlich geht es ja nicht nur um den kleinen Kahn selbst. Was ist mit all den Leuten und Dingen, die Tag für Tag von der einen zur anderen Insel passiert sind? Was wird dann aus ihnen?
Die Gedanken schweifen wieder zurück zum Jetzt. Die Tür blickt sie immernoch voller Unmut an.  Sie kann den Anblick nicht mehr länger ertragen und geht lautlos  zurück ins Bett. Schwerelos, ohne ein Geräusch zu verursachen. Das weiße T-Shirt, dass ihr eigentlich viel zu groß ist, lässt sie wie einen Geist erscheinen. Und in dem Moment fühlt sie sich auch wie einer.

Foto: Foxes& Fairies

Kommentare 28

The real world is where the monsters are.

IMG_5104_B_L_kl

Ich liebe es zu schreiben.

Es ist wie aufräumen im Kopf. Ausmisten. Sortieren. Ordnen. Neu gestalten. Platz schaffen.

Aber manchmal fällt mir das Auräumen wirklich verdammt schwer. Denn oft sind es trauringe Gegenstände, die sich dort in Hülle und Fülle angesammelt haben. Ihr wisst schon, die unangehnemen Aufräumarbeiten eben. Wie Schränke auswischen (wenn man erstmal 105840952495 Gegenstände vorher herausnehmen muss, ehe man die eigentliche Arbeit überhaupt erledigen kann). Oder Pflanzen entstauben. (Habt ihr schon mal versucht, einen Benjamin Busch mit 5 Millionen Blättern zu entstauben?)
Heute ist so ein Tag.
Der Chaosberg erscheint so groß zu sein, dass man entmutigt die Schultern hängen lässt, weil man ahnt, dass man all die Arbeit sowieso niemals schaffen wird. Doch gleichzeitig spürt man die unnachgiebige Wand im Rücken, die einem den Rückweg versperrt. (Die Wand war in meiner Kindheit übrigens meine Mama, die dafür gesorgt hat, dass meine realen Chaosberge nicht auf Eiffelturmhöhe angewachsen wären..)
Was würde ich manchmal dafür geben, könnte ich meine Gedanken-Chaosberge gegen die in meiner Kindheit eintauschen. So schön erscheinen sie einem nun im hier und jetzt.
Ob wir in 10 Jahren genauso über unsere heutigen Sorgen denken werden, frage ich mich.
Laufen wir dann vor ganz anderen , noch viel größeren Monstern weg oder sind wir dann inzwischen kampferprobt und begegnen ihnen mit erhobenem Kinn. Ganz egal wie groß oder erschreckend die Monster auch sein mögen?

IMG_4781_B_klIMG_4780_B_spruch_klIMG_4978_B_L_klIMG_4785_B_klIMG_4954_B_L_kl

Fotos

// Foxes & Fairies //

Modell

// Katharina, 17  //

Ganz und gar kein Monster im übrigen war die zauberhafte Katharina, die ich in meinem letztem Shooting fotografieren durfte. Sie strahlte mit der Abendsonne um die Wette und jedes Mal, wenn ich die Bilder betrachte, muss ich lächeln. Einfach so.
Nicht jeder Mensch ist extrovertiert und kann auf Anhieb aus sich herausgehen. Vor allem nicht vor der Kamera. Umso mehr ist es jedes Mal für mich das Schönste während eines Shootings zu erleben, wie jemand aufblüht, Spaß hat, den Moment genießt und dabei ganz vergisst, dass er eigentlich gerade fotografiert wird.