Alle Artikel in der Kategorie “Ja, das trägt man jetzt so

Kommentare 16

Entweder man lebt, oder man ist konsequent. – Erich Kästner

Wir schreiben heute den 16. Dezember 2016. Die Enthusiasten würden sagen: „Noch 8 unendlich lange Tage Zeit, um alle Geschenke zu besorgen“, die weniger Optimistischen: „Scheiße“. Irgendwann hatte ich mal einen Motivationsschub und habe einige Ideen umgesetzt und sogar besorgt – um mich danach erst einmal naiv auf meinen Geschenkelorbeeren auszuruhen. Verrückt, wie dann plötzlich doch der 24. wieder in seinem ganz eigenem Zeitsystem so plötzlich vor der Tür steht, nicht wahr? Und man wieder ins Trudeln geräht.

Also fand gestern ein Treffen mit meinem Bruder statt. Der Plan: Wir besorgen die noch ausstehenden Geschenke. Das Ergebnis : Geschenke. Allerdings für uns selbst.
Inzwischen nehme ich es mir nicht mehr ganz so krumm, dass ich alles, aber wohl nicht konsequent bin. Ich denke, man sollte wohl an sich arbeiten und Dinge verbessern, aber man muss auch erkennen, wo es sich wirklich lohnt. Und wo die Schlacht bereits verloren ist.  Und Konsequenz gehört eher zu Letzterem. Das hat sich schon seit der ersten Klasse abgezeichnet: Volle Motivation, die schönsten Hefteinträge.  Linien natürlich mit dem Lineal gezeichnet. Das Ganze habe ich so zwischen 4 Tagen und bei guter Stimmung eine Woche durchgehalten. Dann haben wieder das Chaos und der Tintenkiller regiert.

Ich schaffe es einen Raum durch meine bloße Anwesenheit von ordentlich aufgeräumt zu einer wilden Ansammlung diverser Sachen zu verwandeln. Aber ich bin nicht in allen Bereichen verloren: Meine Klamotten sind zum Beispiel immer recht ordentlich. Ich sage ja. Konsequenz.

Wie sieht es denn bei euch aus? Habt ihr schon alles beisammen? Kann man das vielleicht sogar doch lernen? Ach und wo wir gerade eben noch beim Thema Kleidung waren: Ich überlege, mich mal wieder von ein paar Dingen zu trennen. Sachen, die irgendwie nicht ganz passen oder einfach kein Lieblingsteil werden möchten. Besteht da Interesse, ihr Fuchsfreunde?

 

 

Outfit
Burgunderfarbener Mantel – ASOS // Rock & Pullover von Mango // Edelsteinkette – Amsterdam Markt // Lackschuhe (absolute Lieblinge) – Paul Green via Zalando // Mütze – Mango // Herrenuhr – Dugena (alt) //

Kommentare 17

Messy October

Puh. Kennt ihr das. Daheim begegnet man sich im Spiegel und findet sich eigentlich noch vollkommen ausgehfähig. Schaut man sich dann allerdings Bilder im Nachgang an, dann ist man sich doch nicht mehr ganz sicher, wen oder was man im Spiegel tatsächlich gesehen hatte.

Mein Traum in rosa hatte immerhin einen roten Faden. Tasche und Schuhe haben nämlich die selbe Farbe. Soviel dazu. Ich liebe diesen Pullover und trage ihn ganz viel als bequemes Daheim-Kleid. (Wahrscheinlich sollte man es dabei belassen) An diesem Morgen war ich mit meiner Freundin auf eine Tasse Kaffee verabredet. Wie immer, bin ich plötzlich spät dran (ja, das ist immer plötzlich) , meine letzten Gedanken so etwas wie „ich lass das jetzt einfach so..“ Haare: Dasselbe.
Messy Hair sagen die Leute mit Ahnung. Ich nenne es „reif für den Friseur“.

img_2828

 

Aber. Der Oktober ist einfach so voller Aufgaben und Abenteuer, sodass ich selber gar nicht glauben kann, dass das alles in einem einzigen Monat passiert. Neben zwei wundervollen Hochzeiten in den letzten beiden Wochen habe ich dieses Wochenende meine allerletzte Hochzeit für dieses Jahr. Unfassbar. Noch nie habe ich so viel geabeitet wie dieses Jahr. Noch nie bin ich so gefordert worden. Bis an den Rand meiner Kräfte. Nicht selten darüber hinaus. Auch, wenn das wohl meist die eigene Schuld ist.  Und doch.  Noch nie habe ich gespürt, wie viel man schaffen kann. Die letzte Hochzeit am Freitag ist etwas besonderes. Ich begleite die standesamtliche Trauung von Joana & Niklas. Blog, Fotografie Werbeagentur, Schreibwaren Was mal mit Joanas Blog „odernichtoderdoch“ ganz klein begann ist inzwischen eine gestandene Firma mit vielen Mitarbeitern. Viele von euch kennen die Beiden – oder zumindest Joana oder haben schon davon gehört, bzw. viel mehr gelesen. Zwei Multitalente, die zusammen etwas aufgebaut haben, das eigentlich auch für 3 Leben reichen könnte. Umso mehr habe ich mich gefreut, als Joana mich gefragt hat. Und mir gleichzeitig gedacht „Verdammt. Ich brauche eine neue Kamera. Vielleicht auch zwei.“ Nein Quatsch.  (Also zumindest hatte ich diesen Gedanken nur ganz kurz. ) Ich schiebe das also ganz schnell zur Seite und bin gespannt auf diesen Freitag in Münster. Ein ziemlich gebührender Saisonabschluss würde ich sagen.

Heute mache ich mich also auf die Reise. Von Nürnberg nach Hessen auf einen Abstecher zu meiner Oma und von dort nach weiter in den Norden Richtung Münster. Meine alte treue Kamera im Gepäck. Ich werde euch berichten.

P.S. Nächste Woche wird der Messy Frisur dann auch mal ein Ende gesetzt. Termin beim Friseur des Vertrauens steht. Vorschläge stets willkommen. Back to my red vielleicht?

P.P.S. Und die nächste Reise nächste Woche steht auch noch an. Ich sage ja, dieser Monat ist verrückt…

img_2861img_2829img_2856img_2842img_2861img_2831img_2851img_2863img_2849img_2865 Wearing
// Strickkleid – Asos // Schuhe – Tamaris (via Zalando) // Tasche – Accessorize // Brille – Paul and Joe //

Kommentare 15

Kehren in der Wüste ist schwer.

You don’t need endless time and perfect conditions. Do it now. Do it today. Do it for twenty minutes and watch your heart start beating. 
-Barbara Sher

Und dann tat ich es. Löschte mit pochendem Herzen meine Bilder. Eins nach dem anderen. 600 waren es inzwischen geworden. Zum Schluss blieben drei übrig.  Drei Überlebende. Mehr nicht. Immerhin.

Warum dieses Bildermassaker. Denn ich liebe sie doch alle. Und wahrscheinlich war es genau das. Ich liebe sie doch alle. Es war kein Blitzkrieg, der unvorhersehbar gewesen wäre. In der letzten Zeit taucht dieser eine Gedanke immer öfter in meinem Kopf auf. Achtsamkeit.

Instagram ist eine wundervolle Plattform. Ich habe liebe Menschen kennengelernt. Tolle Menschen kennengelernt.  Wurde inspiriert. Und doch. In letzter Zeit fühlte ich mich mehr und mehr überfordert an diesem Ort, an dem Millionen von Eindrücken, Erlebnissen und Kunstwerken tagtäglich hochgeladen werden. So viel. Als hätte ich die Aufgabe zugeteilt bekommen, in der Wüste zu kehren. Unmöglich. Der Überblick geht verloren, schaut man nach link und nach rechts. Unzählige kleine Sandkörner soweit das Auge reicht. Der Mut sinkt. Wie soll ich meine Aufgabe nur jemals schaffen können?

img_1491-2

 

Doch man kann diese Herausforderung nicht bewerkstelligen, indem man mit aller Kraft zu kehren versucht. Egal wie schnell man kehrt, nur ein kleiner Windhauch und alle Mühe war umsonst. Es bringt nichts, gegen eine Überzahl anzukämpfen. Das habe ich erkannt. Doch ich wollte nicht mutlos  und mit hängendem Kopf unverrichteter Dinge gehen.

Also habe ich umgebaut. Habe mir ein paar Steine genommen und mir ein kleines Stückchen von der großen Fläche abgeteilt. Ich kann nicht die ganze Wüste fegen. Aber meinen Bereich. Das schaffe ich. Die Steine sind nicht so hoch, dass ich nicht mehr sehen könnte, was sich dahinter befindet. Nicht so, dass man vergisst, dass da noch sehr viel mehr Wüste ist, als der eigene kleine Bereich. Aber gerade so, dass ich weiß: Hier kannst du dich um die Aufgabe kümmern.

Ein Monat in Bildern. Das ist mein kleines Projekt. Ich weiß nicht, wie lange ich es machen werde. Vielleicht einen Monat, vielleicht auch ein Jahr. Es ist ein Versuch. Ein Monat in Bildern. Und am letzten Tag, wird gelöscht und auf Anfang gesetzt. Mein Monatstagebuch. Keine Bildermassen.  Ich bin gespannt, wie lange ich die Steine zum Schutz liegen lassen werde oder ob mir irgendwann der Radius zu klein wird und ich sie wieder zur Seite schaffe. Das Gute ist, es ist nur ein Spiel. Es gibt nichts zu verlieren (außer vielleicht Abonnenten). Die Bilder, die ich liebe, hängen an der Wand. Ich habe sie alle bei mir und auf der Webseite. Also spiele ich jetzt einfach ein wenig weiter und lasse mich vom Ausgang überraschen.

img_1504-2

img_1481-2

img_1498-2img_1494-2img_1507Wearing
// Jeans – Vero Moda // Pullover – H&M //  Tasche – Accessorize // Lackschuhe – via Zalando // Hut – ASOS //