Alle Artikel in der Kategorie “Ja, das trägt man jetzt so

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Mein Rückfall.

Es begab sich einmal vor ein paar Jahren – die meisten werden sich noch gut daran erinnern, da wurde die Leggings plötzlich ganz schrecklich en vogue. Ein strechiger Schlabberstoff – der nichts wirklich da hält, wo so manches besser gehalten werden sollte – trat seinen Siegeszug in die Kleiderschränke dieser Welt an.

Ich glaube, das war so ungefähr 2006. (Uh – ist das schon lange her) Und das weiß ich deswegen so genau, weil ich da auf Klassenfahrt in Spanien war. Und erstens vergisst man die Erlebnisse einer Klassenfahrt selten und zweitens trugen dort alle örtlichen Fashionistas Leggings. Vorzugsweise mit einer Short oder einem Minirock darüber. Damals hatte ich weder einen Blog, noch habe ich solche gelesen – ich kann also nicht sagen, ob man auf diesen nahenden Trend nicht schon früher hätte vorbereitet sein können. Wie auch immer. Es dauerte keine drei Monate, da hatten wir alle eine. Einschließlich mir. Und es verhält sich ja generell so, dass Dinge mit zunehmender Teilnehmerschaft immer mehr akzeptiert werden. Bis sie normal sind. Ganz egal, wie komisch das Oma am Anfang fand. In diesem Fall kommt der Bequemlichkeitsfaktor noch als schlagendes Argument hinzu. Weiterlesen

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Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zu wenig Glitzer.

Hallo Fuchsfreunde,

eine neue alte Liebe habe ich kürzlich aus einem der hinteren Bereiche unserer Jackenecke herausgezogen. (Ja, Jackenecke – so nenne ich den dunken Winkel im Büro in dem der Mister und ich in argloser Chaosmanier unsere Oberbekleidung quetschen. )

Kennt ihr das, wenn ihr euch plötzlich neu verliebt? Es gibt diesen einen Moment und zack. Fragt man sich, wie man das nicht schon vorher bemerken konnte. Wie man nur so blind und ignorant sein konnte. Plötzliche Verliebtheit. Hatte ich mit diesem alten Mantel aus dem Designerhause Tally Weijl. Vorletztes Jahr (ok, so manch einer würde das noch lange nicht „alt“ nennen – ich weiß) Für gerade mal 15 Euro ging er da in meinen Besitz über, ein paar Mal getragen und natürlich sehr bald schon wieder irgendetwas Neues entdeckt, sodass er völlig zu Unrecht ein monatelanges Schattendasein führen musste. Und zwar wortwörtlich.

Der eine würde jetzt vielleicht sagen, sie hätte einfach zu viele Klamotten. Ich sehe es optimistisch und sage: Hej, dafür freue ich mich jetzt gleich zwei Mal. Ist doch super! Weiterlesen

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Was ist überhaupt wichtiger? Ziel oder Weg.

“It’s so strange how life works: You want something and you wait and wait and feel like it’s taking forever to come. Then it happens and it’s over and all you want to do is curl back up in that moment before things changed.”
― Lauren Oliver, Delirium

So sind wir ein klein wenig, oder? Warten und warten auf etwas. E T W A S. Und als wahre Meister der Fantasie verändert sich dieses bloße Etwas. Wächst, verändert seine Form, wird größer.  Besser. Schöner. So viel schöner. Und allein der Gedanke, noch länger warten zu müssen, macht einen unruhig. Ungeduldig.  Kreuzchenkalender einrichten.  Wann ist der Monat endlich zum. Und der nächste, und der übernächste. Warten auf etwas in der Zukunft ist diese bittersüße Mischung: Antrieb und Ignoranz. Und wir alle wissen, dass der Satz „Vorfreude ist die schönste Freude“ nicht untertrieben ist.  Ein Ziel in Gedanken ist ein starker Motor. Aber auch ein bitterer. Denn während wir oft mit leuchtenden Augen und in höchster Konzentration unserem wunderschönen Etwas entgegenlaufen,  verpassen wir – alles andere. Die Dinge entlang der Straße. Kreuzungen. Neue Wege. Den Weg. Wir verpassen den Weg. Weiterlesen