Kommentare 6

Costa Rica II – Nicoya Halbinsel & im Monteverde Nationalpark

Müde kommen wir in Liberia an. Unsere Körper sagen, es ist 3 Uhr nachts, lass mich in Frieden. Die Zeitumstellung sagt uns – 6 Stunden schenke ich euch, Freunde. Also schleppen wir unser Hab und Gut mit letzter Kraft in unsere Unterkunft, begleiten eine Kakerlake sanft nach draußen und fallen kurze Zeit später wie zwei Steine in unser Bett.

Am nächsten Morgen stehen wir früh auf. Liberia lädt nicht unbedingt zum Verweilen ein und so wollen wir lieber so schnell wie möglich ein Leihauto besorgen, um dann die kleine Halbinsel Nicoya im Nordwesten zu erkunden. Und erst da bemerke ich in meinem langen Strickcardigan, den ich mir wie aus Gewohnheit übergezogen habe wie warm es ist. Dieser Moment, wenn man im Februar das Gesicht in die Sonne halten kann, ist der Grund, warum es mich immer wieder um diese Zeit in die Ferne zieht. Selten kann ich mehr genießen. Und ich bin verdammt dankbar.

Und so fuhren wir los. Wir wussten noch nicht, wo wir übernachten wollten und wollten einfach da Halt machen, wo es uns am besten gefällt.  Wir wussten nur eines: Meerluft wollten wir. Und zwar so viel wie möglich. So fuhren wir zuerst einmal die Küste der Nicoya Halbinsel entlang, immer weiter Richtung Süden, über Tamarindo (noch etwas zu viel Trubel) , Nosara, Sámara (wo es uns schon ziemlich gut gefiel) bis nach Carrillo. Einem Miniörtchen, ca. 7 Kilometer von Sámara entfernt. Wir haben uns auf Anhieb in die Ruhe verliebt. Und in den wunderschönen Strand, geformt wie eine Muschel und mit einer langen Reihe von Palmen im Sand. Hier gefällt es uns, sagen wir.

Wer ruhige Strände mag, dem kann ich den Playa Carrillo nur ans Herz legen. Ein alter Opi fuhr auf seinem rostigen Fahrrad am Strand entlang und verkaufte Kokosnüsse. Den Strand teilen muss man nur mit sehr wenigen.

Playa Carrillo

Den Brüllaffen morgens lauschen.

Nach diesen wunderschönen Tagen am Meer waren wir bereit für den Dschungel. Und ich war so gespannt: Der Monteverde Nationalpark. Ein Regenwald so hoch gelegen, dass die Wolken ihn ständig zu umgeben scheinen.

Diese atemberaubende Aussicht und ein zauberhafter Sonnentergang waren ein fairer Preis für eine fast zweistündige Fahrt über Schotterpisten.

 

Monteverde Nationalpark

Baumriesen. Was sie wohl alles schon gesehen haben in all den Jahren?

Geöffnet wird der Nationalpark um 7 Uhr früh. Und am Besten, man ist pünktlich da, dann hat man einen Regenwald fast für sich ganz allein und die Ruhr ist wunderschön! Als wir um halb 10 wieder zurück am Eingang waren, war der Parkplatz gerammelt voll. Eintrittkosten: 20 Dollar

Guten Morgen, schöner Nebelwald.

Was man unbedingt machen sollte, wenn man in dieser Region ist: Canopy Ziplining. Wie an einer Seilbahn durch den Kletterwald rauschen – nur 3000 Mal besser. Das Gefühl durch den dichten Urwald zu rauschen, über tiefe Täler und hoch oben über den Baumkronen war unbeschreiblich.

Tipp: Wenn ihr bucht, dann bucht bei einer Agentur, die den Superman Flight anbieten. Das ist nochmal ein kleiner Extra Adrenalinkick. 😀

Ich habe noch niemals so große, farbenprächtige und vor allem so viele Schmetterlinge gesehen wie in Costa Rica. Geht es nur mir so oder fühlen sich diese Wesen an wie aus einer anderen Welt?

Allein die Tatsache, dass sie sich von einer Raupe in einen Schmetterling v e r w a n d e l n. Ist das nicht verrückt?

Niemals ohne Reisetagebuch.

Der Vulkan Arenal. Schöner kann man einen Vulkan auch nicht malen.

Der Vulkan befindet sich inmitten eines Nationalparkes – im ganzen Park befindet sich sage und schreibe ein einziges Hotel. Die Arenal Observation Lodge. Eine exklusive Lage und ein exklusiver Ausblick. Das lässt sich das Hotel zahlen – wir haben uns diese Nacht gegönnt (ca. 120 Dollar die Nacht – jetzt fällt  mir auch wieder ein, warum der Urlaub so teuer wurde :-D) – und haben es dennoch keine Sekunde bereut. Der ganze Ort ist ein Vogelschutzgebiet und man kann aus nächster Nähe so unfassbar viele verschiedene Vögel entdecken. Affen überall rund um uns herum, die von einem Baum zum nächsten sprangen, Eichhörnchen direkt vor der Haustür und Kolibris in den Blumenbeeten. Abgesehen davon gibt es viele schöne Wanderwege und man kann direkt nach dem Frühstück loslaufen. Und dass dieser wunderschöne Park noch so unberührt sein darf, war mir diese Nacht mehr als wert.

Nach einigen gewanderten Kilometern und  einer aufregenden Canopy Tour durch den Regenwald ging unsere Reise weiter Richtung Süden. 

 

 

6 Kommentare

  1. Hallihallo 🙂
    Oh, was fuer ein schoener Post, es fuehlt sich an, als sei ich live mit dabei gewesen. Deine Fotos sind ganz grosse Klasse, hab dich grad mal bei Instagram geadded. Am Besten hat mir dieses Foto mit der Karte gefallen, wo du eure Destinations eingetragen hast und der Nebelwald… ein Traum.
    Ich bin letztes Jahr 3 Wochen von Guatemala nach Panama gereist, und hab leider nur wenige Tage in Costa Rica verbracht. Bin nach Drake Bay, falls du Lust am lesen hast, hier ist mein kleiner Bericht: http://effcaa.com/where-to-go-in-costa-rica/
    Schoenen Sonntag!:)
    xx finja

    • Carolina

      Oh dankeschön! ♥
      Das freut mich sehr – muss das Kompliment aber zurückgeben – was für ein toller Blog. Superschöne Bilder und vor allem Gedanken dazu!
      Dein Lebensweg klingt auch sehr spannend. Bleibst du für längere Zeit in England oder planst du zurück zu kommen?

Schreibe eine Antwort