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Kehren in der Wüste ist schwer.

You don’t need endless time and perfect conditions. Do it now. Do it today. Do it for twenty minutes and watch your heart start beating. 
-Barbara Sher

Und dann tat ich es. Löschte mit pochendem Herzen meine Bilder. Eins nach dem anderen. 600 waren es inzwischen geworden. Zum Schluss blieben drei übrig.  Drei Überlebende. Mehr nicht. Immerhin.

Warum dieses Bildermassaker. Denn ich liebe sie doch alle. Und wahrscheinlich war es genau das. Ich liebe sie doch alle. Es war kein Blitzkrieg, der unvorhersehbar gewesen wäre. In der letzten Zeit taucht dieser eine Gedanke immer öfter in meinem Kopf auf. Achtsamkeit.

Instagram ist eine wundervolle Plattform. Ich habe liebe Menschen kennengelernt. Tolle Menschen kennengelernt.  Wurde inspiriert. Und doch. In letzter Zeit fühlte ich mich mehr und mehr überfordert an diesem Ort, an dem Millionen von Eindrücken, Erlebnissen und Kunstwerken tagtäglich hochgeladen werden. So viel. Als hätte ich die Aufgabe zugeteilt bekommen, in der Wüste zu kehren. Unmöglich. Der Überblick geht verloren, schaut man nach link und nach rechts. Unzählige kleine Sandkörner soweit das Auge reicht. Der Mut sinkt. Wie soll ich meine Aufgabe nur jemals schaffen können?

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Doch man kann diese Herausforderung nicht bewerkstelligen, indem man mit aller Kraft zu kehren versucht. Egal wie schnell man kehrt, nur ein kleiner Windhauch und alle Mühe war umsonst. Es bringt nichts, gegen eine Überzahl anzukämpfen. Das habe ich erkannt. Doch ich wollte nicht mutlos  und mit hängendem Kopf unverrichteter Dinge gehen.

Also habe ich umgebaut. Habe mir ein paar Steine genommen und mir ein kleines Stückchen von der großen Fläche abgeteilt. Ich kann nicht die ganze Wüste fegen. Aber meinen Bereich. Das schaffe ich. Die Steine sind nicht so hoch, dass ich nicht mehr sehen könnte, was sich dahinter befindet. Nicht so, dass man vergisst, dass da noch sehr viel mehr Wüste ist, als der eigene kleine Bereich. Aber gerade so, dass ich weiß: Hier kannst du dich um die Aufgabe kümmern.

Ein Monat in Bildern. Das ist mein kleines Projekt. Ich weiß nicht, wie lange ich es machen werde. Vielleicht einen Monat, vielleicht auch ein Jahr. Es ist ein Versuch. Ein Monat in Bildern. Und am letzten Tag, wird gelöscht und auf Anfang gesetzt. Mein Monatstagebuch. Keine Bildermassen.  Ich bin gespannt, wie lange ich die Steine zum Schutz liegen lassen werde oder ob mir irgendwann der Radius zu klein wird und ich sie wieder zur Seite schaffe. Das Gute ist, es ist nur ein Spiel. Es gibt nichts zu verlieren (außer vielleicht Abonnenten). Die Bilder, die ich liebe, hängen an der Wand. Ich habe sie alle bei mir und auf der Webseite. Also spiele ich jetzt einfach ein wenig weiter und lasse mich vom Ausgang überraschen.

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// Jeans – Vero Moda // Pullover – H&M //  Tasche – Accessorize // Lackschuhe – via Zalando // Hut – ASOS //

 

15 Kommentare

  1. Ich hab zuerst nicht ganz verstanden was da auf einmal bei Instagram bei dir passierte, aber ich hab dann gelesen und ich muss sagen: Mit jedem tag find ich die Idee toller.. 🙂
    Ich bin gespannt wie es weiter geht.
    Fühl dich gedrückt aus dem hohen, kalten, nassen uns sehr grauen Norden <3

  2. Lou

    Ein Monat in Bildern – ich finde, das ist ein gutes Projekt 🙂
    Ich habe mal etwas Ähnliches über ein Jahr gemacht, allerdings privat und nicht auf Instagram und am Ende des Jahres habe ich die Fotos voller Entzücken betrachtet. 🙂

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