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Ein Frühling in Prag.

Es heißt, Heimat, das sei ein Gefühl. Kein Ort.
Es heißt auch, Heimat sei eine bestimmte Person.
Oder ein Geruch.
Kindheit.

Heimat ist, sich sicher zu fühlen. Vielleicht ist es ein Ort. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht gibt es keinen. Noch nicht. Oder auch nie.

Heimat ist der Geruch von Zwetschgenkuchen. Mit Hefeteig. Von Oma. Denn das ist der Beste. Selbst wenn er es nicht ist, dann ist er es doch. Versteht ihr? Omas Kuchen wird immer der einzige Wahre bleiben. Und ich glaube, ihr versteht sehr gut.

Heimat ist diese Stadt. Jeder hat sie. Manchmal sind es auch mehrere. So wie bei mir. Vielleicht, weil ich nie diese eine einzige Heimat hatte. Die, mit dem komischen Nachnamen war.  Der Papa von dort, die Mama von da. Gemischt eben. Zwei Nationalitäten, eine Person. Viele Heimats. Das gibt es natürlich nicht. Aber mir fällt auf, dass es nicht mal einen Plural von Heimat gibt. Irgendwie diskriminierend.

Heimat sind Menschen. Auf jeden Fall. Ganz besonders. Besondere. Menschen. Sie sind die wirkliche Heimat. Sie machen das. Machen, dass du dich perfekt fühlst. Egal, wo du gerade bist. Die Blicke auf die Uhr nur noch selten, vielleicht auch ganz vergessen. Heimat – und das geht an euch, meine Freunde: Das seid ihr. Prag, du bist das auch.

Und du. Du vor allem. Du bist das auch.  Immer öfter, immer mehr. Egal wo. Sogar ohne Zwetschenkuchen.

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Outfit I
// Schwarzer Mantel – H&M // Slimjeans schwarz – Asos // Oversize Pullover – H&M // Schal rosé – Mango // Lackstiefeletten – Drievhold via Zalando //

Outfit II
// Trenchcoat puder – Zara // Pullover grau – Mango // Slimjeans grau – Mango // Lackstieletten – same ones //

Today’s song ♥

12 Kommentare

  1. Luuu

    Sehr schöner, poetischer Text!
    Mir geht es ähnlich, auch ich fühle mich in meiner Heimatstadt hier in Deutschland zuhause, sowie in meiner anderen Heimat: den Niederlanden *-*
    Welche „Heimaten“ hast du noch? 🙂
    Alles Liebe
    Luu ♡

  2. Das sind aber wundervolle Worte!
    Mein Vater hat sich immer gewünscht, dass ich seine Umgebung als meine Heimat ansehe. Das habe ich aber nie getan, weil ich mich bei meiner Mutter einfach wohler gefühlt habe. Und dass auch Personen Heimat bedeuten können, dass habe ich im letzten Jahr auch gelernt… schade ist dann nur, wenn die Heimat nicht mehr Heimat sein mag. Zum Glück passiert das mit Ort und Gerüchen vom weltbesten Oma-hats-gemacht-Essen nicht 🙂
    Liebe Grüße

    • Carolina

      Oh das klingt nach schönen und weniger schönen Erlebnissen.
      Aber nein, Heimatgerüche kann man auf jeden Fall nicht so schnell loswerden – zum Glück. 🙂

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