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Shooting: The future is like water

A dream is your creative vision for your life in the future. You must break out of your current comfort zone and become comfortable with the unfamiliar and the unknown.
– Denis Waitley

Ich habe keine Angst mehr vor der Zukunft, nur weil sie noch nicht genau ausgemalt ist. Manchmal braucht es nicht mal die Umrandungen, denn manchmal, da reicht es einfach zu wissen, das sie kommen wird.  Denn eines ist sicher: Das wird sie. Und wenn nicht, dann ist es auch egal, ob man die Sonne nun gelb oder blau ausgemalt hat.

Nicht überlegen, was in der Zukunft gefallen könnte, denn sie könnte niemals eintreffen. Überlegt, was euch jetzt gefällt. Heute. Diese Woche. Und dann tut es. Denn wenn wir jeden Satz ohne einen Punkt enden, dann wird der ganze Text nicht nur unverständlich, sondern es ist auch eigentlich gar kein richtiger Text mehr. Nur noch viele anneinander gereihte Wörter, die eigentlich überhaupt keinen Sinn mehr ergeben. Und so müssen wir auch hinter all unsere Ideen einen Punkt setzen. Gedanklich. Ordnen. Es machen. So ist die Reihenfolge: Idee. Punkt. Machen. Idee. Punkt, Machen.

Es mag nur ein kleiner Punkt sein, doch waren es nicht immer schon diese kleinen Punkte, die das Große ausmachen? Einen halben Punkt an der besseren Note vorbei, eine Millisekunde zu langsam durch die Ziellinie, hinter keine seiner Ideen einen Punkt gesetzt zu haben. Es geht nicht darum im Jetzt zu leben. Es geht darum, keine Angst vor dem zu haben, was noch kommt. Niemals passiert. Kommen könnte. Gedanken, Gedanken, Gedanken. So viele von ihnen. Halten  die ganze Nacht wach, machen Angst, umkrallen den Kopf wie riesige Klauen.

„Ich habe keine Angst“, sagte er zu mir. „Denn Angst behindert nur.“ Arrogantes, überhebliches Getue, dachte ich mir. Doch ja, er hat Recht. Angst bremst, hemmt, stellt sich breitbeinig in den Weg. Fragt, „Bist du dir da wirklich ganz und gar sicher? Und du glaubst, du kannst so etwas? Meinst du nicht, jemand anderes kann das besser?“ Ständig wollte ich antworten, ja, nein, ich denke schon, ich hoffe nicht. Verstricke mich in meinen eigenen Gedanken und Ängsten.  Doch ich will das nicht mehr. Ich will nicht mehr Angst haben vor weißen Flecken. Die Buntstifte können auch mal liegen bleiben. Ich ziehe die Linien höchstens ganz vorsichtig mit Bleistift vor. Aber nicht so lange aufhalten mit dem ausmalen, exakt immer bis zur Kante. Ja, das sieht schöner aus als nur grobe Schattierungen, aber genau das ist der Punkt.  Wieder so ein wichtiger kleiner Punkt, der es ausmacht: Es sieht so aus. Aussehen ist wichtig. Aber noch wichtiger ist, wie es sich anfühlt. In uns. Richtig oder falsch? Deswegen eine neue Reihenfolge: Idee. Punkt. Fühlen. Machen.

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// Fotos: Foxografie //
// Modell: Katharina //

 

26 Kommentare

    • Carolina

      Ich bin auch ganz aus dem Häuschen gewesen, als da plötzlich wie aus dem Nichts dieser Schwan angeschwommen kam. Fast hätte man mir ein Beatmungsgerät bringen müssen..:-D

  1. Der Post ist wunderschön. Ich weiß nicht genau, was ich dazu
    sagen möchte, aber ich fände es schade, nichts zu sagen.
    Wenigstens ein Danke. Ich habe mich sehr wohl dabei gefühlt 🙂

  2. „Es geht nicht darum im Jetzt zu leben. Es geht darum, keine Angst vor dem zu haben, was noch kommt.“
    Danke, danke, danke. Endlich ein Beitrag, der nicht fordert, nur das zu tun was man will, weil morgen vielleicht nicht kommt. Sondern ein Beitrag der sagt: „Hab keine Angst. Trau dich. Gehe diesen Schritt. Die Zukunft kommt. Mach dir keine Sorgen.“
    Es hat mich zum Lächeln gebracht, diesen Beitrag zu lesen. Ich fühlte mich angesprochen. Irgendwie hat er tief in mir drin was berührt, wo sonst selten jemand hinkommt. Etwas Vergrabenes. Verschollen Geglaubtes. Verdrängtes.

    Wie findest du diese Worte? So besonders und einleuchtend und berührend und vor allem: Angst vertreibend.
    Danke. (Auch wenn der Kommentar in sich irgendwie nicht schlüssig ist, vielleicht weißt du ja doch irgendwie, was ich sagen wollte!)
    Liebst, Ziska ♥

    • Carolina

      ..und ausnahmsweise fehlen dann mir mal die Worte. Vielen Dank dir für diese berührende Nachricht.

      Woher die Worte kommen, kann ich dir nicht sagen. Nicht genau zumindest. Wohl einfach von Dingen, die ich erlebe, fühle oder Situationen, die Freunde erleben. Und ja, ich weiß genau, was du sagen wolltest. 🙂

  3. Ein toller Post Carolina.. 🙂 Und schöne Bilder!
    Angst lehmt uns, macht uns fertig, schrenkt uns ein und iwann vergessen wir vor lauter Angst zu leben.. Deshalb müssen wir lernen die Angst auszublenden, wegzuschieben und natürlich können wir uns Dinge für die Zukunft wünschen, uns Ziele setzen, aber wieso nicht einfach an den blauen Himmel denken, an die Sonne, die uns dann ins Gesicht scheint, wenn wir da angekommen sind, wo wir vor ein paar Jahren noch sein wollten, anstatt zu denken, dass alles grau verhangen ist, voller Wolken, Regen.. Gewitter?!
    Ich wünsche Dir schon mal ein schönes Wochenende und hoff, dass deine Angst verschwunden bleibt! 🙂

    • Carolina

      Genau so ist es, Nadja.
      Aber auch die eigentlich selbstverständlichen Dinge muss man sich immer wieder bewusst machen. Oder eben gerade die.

      Danke, das wünsche ich dir auch! ♥

      • Oh ja.. man muss sich bewusst sein, dass man im jetzigen Moment vielleicht genau das hat, was andere gerne hätten und sich darüber freuen.. 🙂 Auch sehr wichtig!
        Danke, war ein schönes Wochenende! 🙂 Ich hoffe bei dir auch! ♥

  4. Hallöchen schöne Frau mit dem schönen Blog,

    intelligent und schöne Worte, die du da innerhalb eines Textes vereinst. Ich bin mir sicher, dass du dich nicht davon abbringen lassen wirst das durchzusetzen. Ich muss zugeben – du hast mich zum Nachdenken und Umdenken gebracht.

    Danke und liebe Grüße
    Yeliz

  5. Fe

    Das ist echt ein wunderschöner text und ich gebe dir so recht mit dem was du schreibst, denn auch ich kenne das wenn man sich einfach viel zu viel Gedanken über das macht was noch kommt. 😉
    Auch tolle Bilder die da enstanden sind ^^
    LG Fe

  6. Die Bilder und der Text sind unglaublich schön – da ist er wieder, der Schwan, das ist so toll!
    Ich merke immer, dass ich zu viel über die Zukunft grübele, wenn ich nachts nicht einschlafen kann, weil ich zu viel nachdenke, mir Szenarien ausmale, plane … Was ich eigentlich nicht machen sollte, vor allem nicht um die Uhrzeit. Ich mache mir immer viel zu viele Sorgen, obwohl manche Dinge sich ohnehin von ganz allein klären und das, was kommt, erfahrungsgemäß ziemlich fabelhaft sein wird. Daran sollte ich mich öfter erinnern.

    Alles Liebe,
    Mara

    • Carolina

      Danke, liebe Mara.
      Ja, das kenne ich nur zu gut. Aber zwischen dem was man sollte und dem, was man macht, liegen oft 6 schlaflose Stunden. „Den Kopf ausschalten“ ist eine Sache, die man nicht einfach an-und ausmachen kann wie das Licht. So ist das nunmal. Ich habe damit Frieden geschlossen.

  7. Jule

    Ich bin zufällig auf deinen Blog gestoßen und bin sehr froh darüber. Denn du hast unglaublich tolle Bilder und die Art wie du schreibst gefällt mir unglaublich gut. Ich lese gerne von dir. Und wie fotogen <3

  8. Carolina,
    du hast einen so wunderschönen Blog mit allem drum und dran. Wirkst total bodenständig und doch wie aus einer anderen Welt.
    Ich bin über Blogzug auf deinen Blog gekommen und bin so froh darüber, weil ich deinen Schreibstil und deine Art zu fotografieren unglaublich gut finde. Mach unbedingt ganz ganz lange weiter mit dem Bloggen und vor allem mit der Fotografie.

    Liebste Grüße, Svenja

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