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January, month of empty pockets and evil mornings

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Feeling a little blue in January is normal.
Marilu Henner

Ich weiß. Wer sich um den ersten Monat des Jahres mithilfe von drei Wochen Urlaub, Sonne, zahlreichen Smoothies und einer Überdosis Sonnencreme erfolgreich gedrückt hat, besitzt eigentlich nicht das Recht beim Januartief mitzureden. Geschweige denn sich darin zu befinden.
Aber eine kleine Januardepression ist trotzdem vollkommen legitim finde ich. Schließlich leide ich nun zusätzlich an einem Post-Urlaubstrauma.
Und irgendwie ist mir dieser Monat suspekt. Nach all dem Glitzer-Bitzer Overkill der letzten Zeit, zügellosen Glühweinorgien und wilden Geschenkeparties überall ist der Januar einfach so – nichts. Wie Nutellatoast ohne Butter. Wie Kaffee ohne Milch. Wie Schulaufgaben ohne Spickzettel. Irgendwas fehlt.
Leeres Konto, voller Briefkasten mit Rechnungen, ein Strafzettel, der noch bezahlt werden muss und unsere Weihnachtsdeko in der Wohnung blickt uns mittlerweile ein klein wenig anklagend an. So als ob sie sich fragen würde, was sie hier noch zu suchen hat.

Eine vollkommen normale und akzeptable Januarendbilanz würde ich sagen.
Positiv an der ganzen Januardepression: Irgendwie hat sie jeder. Auffallen eher unwahrscheinlich. Eher sticht man mit einer bewundernswert guten Laune sofort aus der grummelnden Masse: So wie meine Mitbewohnerin. Während ich am morgen mit dem einen Auge noch um Sehkraft kämpfe und mit dem anderen bereits den Raum nach einer geeigneten Waffe absuchte, mit der man den Wecker für immer und ewig beseitigen kann, schafft sie es nicht nur ein optimimistisches „Guten Morgen“ zu rufen – sondern sogar auch noch dabei zu lächeln.
Ich bin mehr als dankbar, das sie mich inzwischen so gut kennt und sich durch mein frühmorgendliches Gemurmel und Gejammer  nicht vom guten Kurs abbringen lässt. Beste Freunde sind unverwüstlich.
Unverwüstlich ist auch mein Kampf gegen das Januartief. Bewaffnet mit jeder Menge Pastell sowie Unmengen von Koffein im Blut hüpfe ich noch durch die letzten 5 Tage.
Nachtrag zur Bilanz: Einmal minus Winterreifen. Ja, das kann man jetzt leichtsinnig nennen – ich nenne es grenzenlos optimistisch. Dass ich gerade beim Blick aus dem Fenster einen leichten Schneefall erkenne, schmälert diese hoch positive Einstellung in keinster Weise. Hört gleich wieder auf.

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Outfit
// Mantel mint – Tally Weijl // Merinopullover apricot – Urban Outfitters // Longtop mit Spitze – Tally Weijl // Mütze – Asos // Tasche – Deichmann // Schal – Sheinside // Boots – Görtz 17 //

Fotos
// Foxografie //

Text
// Foxes&Fairies //

41 Kommentare

  1. Oh du arme, wünsche dir das du dich bald aus dem Tief erholst! Ich hab zum Glück keins, hab nämlich im Dezember genug Sonne getankt und hatte erst letzte Woche bzw vor 11 Tagen Geburtstag und ja, ich mag den Januar zwar nicht wegem den Wetter aber das ist halt so. Das Outfit ist jedenfalls super schön, den Mantel würd ich sofort nachkaufen! 😀

    Liebe Grüße 🙂
    Jasmin von nimsajx.blogspot.de

  2. Dieses Januartief kenne ich zu gut – Gerade befinde ich mich auch in einem, nur leider kann ich nicht so ganz herausfinden, ob es die Prüfungen sind oder doch dieses unberechenbare Wetter. Vielleicht fehlt mir auch die Sonne, das Weihnachtsglitter, das Hinfiebern auf ein Ereignis,… Sicher gibt es da unzählige Gründe, auf die man diese Leere schieben könnte.
    Der beste Weg aber ist sicher zu versuchen die positiven Dinge zu schätzen und sich nicht an den negativen Dingen festzuhalten. 🙂
    Zumindest nehme ich mir das vor: Bewaffnet mit Blümchenröcken und -kleidern – oder auch mit wunderschönen Pastelltönen – gegen das gemeine Tief der ersten Monate des Jahres! 😉
    Liebste Grüße,
    Stephanie von Frau Porzellan 🙂

    • Carolina

      Ich glaube, es ist die Summer aller Gründe. So ist es meistens. Ein einzelner Wassertropfen bringt den Topf noch nicht ganz zum Überlaufen.
      Blumenröckchen sind allerdings auch hoch effektive Antidepressionswaffen. Kann ich auch nur jedem ans Herz legen.

  3. Quinny

    Hallihallo 🙂
    Achja, aber nicht mehr lang, dann dürfen wir den Februar begrüßen, was wiederum bedeutet, dass der März nicht mehr fern ist und damit der Frühlingsanfang naht! Obwohl ich nichts gegen Schnee habe 😉
    Schöne Pastellfarben im Outfit 🙂
    Ich musste etwas schmunzeln, weil du 1. Nutellabrot mit Butter isst (mach ich auch! aber soviele tun es nicht :O) und 2. du aus Bayern kommen musst fast, da du das Wort Schulaufgabe benutzt (wie oft ich verdutzt angeguckt wurde :D).

  4. Oh, was für ein feines Outfit. Die Januardepression sollte doch besser werden, wenn man so fabelhaft wie du ausschaut!
    Mir gefällt die Farbe deines Matel unglaublicht gut – ist der noch aktuell?

    Liebst, Luna!

  5. Ja, ja, ich leide auch darunter. Die Frage ist, ob es sich noch in den Februar ziehen wird? Denn da ist ja eigentlich auch nichts los. Oh, doch. Karneval. Aber wenn man da jetzt nicht so der Fan ist, wird das schwierig. Vielleicht sollte man sich Monatprojekte schaffen und jeden Monat eins ab arbeiten. Dann hat man immer etwas, auf das man sich freuen kann. Übrigens: genialer Mantel!

    Liebe Grüße,
    Annika von themuffintop-less.blogspot.de

    • Carolina

      Keine schlechte Idee – das wäre doch echt mal was. Immer ein Monatsprojekt und schon hat man immer „etwas“. 🙂
      Naja, ich mag den Februar, er ist nicht lange und dann ab März geht’s schon wieder auf die langen Tage und den Frühling drauf zu.

  6. So ein zuckersüßes Outfit – passt vor allem richtig gut zu dir, bzw zu dem was man hier so von dir liest und sieht 😉
    Ich befinde mich ebenfalls in einem ganz doofen Januar-Tief, bestätige also ebenfalls deine Beobachtung. Hab zwar Geburtstag, aber dank Schulung und Unireferaten ist der eher unauffällig vorbeigeplätschert. Im Moment warte ich einfach, dass Februar wird, weil sich unsere trägen Gefühle doch irgendwie bei einem leichten Wechsel im Datum leichter tun, abzuschließen und wieder nach vorne zu gucken. Und bis dahin suhle ich mich einfach noch ein bisschen in meiner melancholischen Schmuddelwetterstimmung und übe mich in Geduld 🙂

    Liebste Grüße!
    Hannah

    http://mehr-und-weniger.blogspot.com

  7. Hach ja, irgendwie ist unter der Woche gerade tatsächlich alles nicht so entzückend, ich könnte dauernd an die Decke starren und die Sekunden zählen, bis ich wieder in meinem Bett sitze (was ich gerade tue, und eigentlich ist es gar nicht mal viel besser, weil ich Politik lernen muss – aber man muss ja auch mal Pause machen und sich ablenken, um schlaue Sachen darüber zu lesen, wieso denn grad alles so bääh ist).
    Aber gut, es ist ja wirklich fast überstanden – nur noch drei Tage bis zum Februar! Und damit wohl den Februar-Depressionen, aber so seltsam wie der Januar kann es ja gar nicht mehr werden. Und stimmt, mit Pastell kommt man sowieso immer irgendwie weiter.

    Alles Liebe und möge dein Kaffee für die letzten Tage reichen,
    Mara

    • Carolina

      Zum letzten kann ich nur sagen: Amen.

      Ansonsten, tschakaa liebe Mara. Politik ist hässlich. Aber trotzdem auch irgendwie gut, wenn man da zumindest ein wenig Bescheid weiß! 🙂

  8. Liebe Carolina!

    ich bin vor kurzem über deinen Blog gestolpert und habe einem Post nach dem anderen verschlungen! Deine Art mit Worten um zu gehen hat mich sofort berührt, besonders mag ich den Trampolin-Post.
    Das mit dem Januar-Tief kenne ich nur zu gut, ich stecke da auch mit einem Fuß drin (wenn auch schon seit Oktober) aber auch das längste Tief geht vorüber. Ich schicke dir eine ganz große Ermutigungs-Umarmung!

    Was ich eigentlich sagen wollte; ich habe dich für den Liebster-Award nominiert, vielleicht hast du ja Lust meine Fragen zu beantworten, ich würde mich freuen von dir zu höre.. ääh lesen.
    Aller liebste Grüße,
    Laura

    http://aliceskleinewelt.blogspot.de/2015/01/discover-new-blogs-blog-award.html

    • Carolina

      Liebe Laura,
      vielen vielen Dank für das Kompliement! Ich hoffe, du bist trotzdem nicht traurig, wenn ich beim Blog Award nicht teilnehme. Ich bin mitten in den Abschlussprüfungen und der Abschlussarbeit und habe schon sooooo oft mitgemacht, das ich mir schon langsam blöd dabei vorkomme! 😀

  9. Salut Caro 🙂

    Also diesen Winterblues kennt ja wohl jeder- ich habe es gleich wie Du gemacht- den Mantel habe ich vor ein paar Wochen im Sale erstanden und gebe ihn seitdem nicht mehr her- er macht einfach sofort gute Laune! Abgesehen davon, dass er nicht allzu warm ist 😀 Aber bei der Farbe nehme ich das immer gerne in Kauf;)

    Mir hilft es, daran zu denken, dass wir bald wieder Sonne haben. Irgendwann. Irgendwo. Oh mann, es wird noch ewig dauern. Egal, schaue ich mir Bilder aus dem letzten Urlaub an schwelge in Erinnerungen. Und esse dabei Schoki. Hilft immer=)

    Liebst,
    xoxo
    Mona von Fleur&Fatale

    • Carolina

      Darauf einen Clap für den guten Geschmack – und für’s Sale Händchen. Ich hab meinen auch aus der Gruschecke gezerrt! 😀
      Und nein, es wird nicht ewig dauern. Und heute morgen hat sogar die Sonne geschienen. Kurz.

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