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Wer hat eigentlich Besenreiser erfunden oder: Vom Streben nach Gelassenheit.

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Alle feiern den Sommer, jeder fiebert ihm entgegen und doch ist der Sommer auch gefürchteter wie keine andere Zeit des Jahres (nicht mal die Weihnachtsplätzchenmastzeit). So wunderschön sind die trägerlosen zarten Kleidchen – aber stehen sie mir auch, wenn ich Ballett nur  mit Natalie Portman in Black Swan in Zusammenhang bringe? So begehrenswerte Bikinis in edlem Weiß – aber was, wenn man keine gold schimmernde Sommerbräune vorweisen kann? Böse Zungen würden vielleicht den Begriff „Weißwurst“  als Vergleich heranziehen. Verführerische Bandeautops, die einfach nur bezaubernd zum bodenlangen Maxirock aussehen. Aber was, wenn man Brüste hat, die sich partout dagegen wehren, in trägerlosen BHs anstandslos zu sitzen, wie man sich das vorstellt? All die sexy halb zerrissenen used-Shorts, aber sind sie auch noch sexy, wenn man keine perfekten durchtrainierten Beine hat?

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Die Liste wird lang und länger und oft auch das Gesicht vor dem Spiegel, wenn das Outfit einfach nicht so an einem aussieht, wie man es sich zumindest in den Frühlingsmonaten genau vorgestellt hat.
Die wenigsten sind so sehr vom Glück geküsst und können einen makellosen Körper vorweisen. Ich denke mir oft, Mensch, schon wieder ein Pickel (davon habe ich einige – nicht sehr prinzessinnenhaft wie ich finde), die Beine könnten doch auch ein wenig länger sein, und die Haare, warum verflucht glänzen die nicht so wie bei diesen ominösen Geschöpfen aus der Schauma-Werbung?! Es wird mir wohl auf immer ein Rätsel bleiben, wie Haare so fallen, wallen und schimmern können wie in der Werbung, genauso wenig, wie ich ergründen werde, wofür um Himmels willen Besenreiser da sind. Außer doof auszusehen.
Eigentlich habe ich ja auch kein Problem damit, eine sehr helle Haut zu haben. Vor allem im Winter hat so ein heller Teint schon etwas Edles. Dann kommt der Sommer. In guten Momenten denke ich mir: Dafür bekommst du mal weniger Falten. In den weniger Guten (meist neben einer goldbraun schimmernden Freundin im Bikini liegend) zähle ich in Gedanken, ob mein Kleingeld noch für das Solarium reichen würde. Aber ja, ich mache es nicht. Stattdessen denke ich mir einfach, wie schön es doch für Models ist, dass es heutzutage Photoshop gibt. Und ich schaue meine Freundin mit den wundervollen goldbraunen Beinen an – wo ein feines süßes Zebramuster zu sehen ist (einer schwachen Bindegewebe zu Folge), wieder eine andere hat ziemlich hässliche Füße mit ganz ganz krummen Zehen.

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Wenn man also wollte, könnte man diese Liste auf ewig und immer fortführen, sich in einem Wechsel aus Beruhigung, Genugtuung und Selbstzweifeln im Kreis bewegen und am Ende ist man so sehr damit beschäftigt, sich in jedem Spiegel mit überkritischem Blick zu mustern, gelegentlich in Tränen auszubrechen oder voller Neid auf diejenigen zu schauen, die es besser getroffen hat. Spätestens also da sollte man die mentale Handbremse ziehen. Aber schleunigst. Weil wir eigentlich gar nicht so übel sind. Vielleicht sogar ganz passabel und bei guter nicht prä-menstrualer Weltuntergangsstimmung vielleicht sogar ganz hübsch. Eigentlich ist das Verhältnis zum Körper ein wenig, als würde man ein eigenes Kind haben. Schenkt man ihm keine Liebe, schimpft es immerfort und geizt mit Aufmerksamkeit und Aufmunterungen – dann erreicht man meist genau das Gegenteil von dem, was man möchte. Man hat höchstens ein unglückliches, pessimistisches Kind, das einem ständig nur Probleme macht. Also konzentriere ich mich lieber auf das Schöne, denke mir, so schlimm kann es nicht sein, wenn du zumindest einen Typen abbekommen hast und genieße lieber weiterhin aus vollsten Zügen den Sommer in kurzen Shorts. Sonst würde ich es spätestens im Winter bereuen.

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Ja verdammt, dann habe ich habe halt mit über 20 noch viel mehr Pickel, als ich mit 15 gedacht hätte. Wenn ich da mal wieder mit Teebaumöl (probiert es nicht aus!) bewaffnet vor dem Spiegel stand, war das Einzige, was mich davor bewahrt hatte mich in besagtem Öl zu ertränken, der Gedanke, dass das spätestens mit 20 vorbei sein würde. Ja, ich hätte die kleinen Äderchen auf meinem Bein wegretuschieren können. Aber irgendwie habe ich sie als ständigen Wegbegleiter so langsam lieb gewonnen. Wir haben schon viel erlebt.
Klar, im H&M Umkleidekabinenlicht könnte man durchaus meinen, ein klitzekleines bisschen Cellulite erkennen zu können (es könnte auch eine optische Täuschung gewesen sein), aber wisst ihr was? Es ist mir egal. Ich kann nicht jeden Tag Tag traurig darüber sein, über das, was ich nicht bin. Zeitverschwendung. Ich mag mich so, wie ich bin – halt eben nicht ganz perfekt, aber das passt zum Restbestand. Und alles andere könnte durchaus doch optische Täuschungen sein!

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Outfit
// mintfarbener Pullover – H&M Divided //

Fotos
// Foxes&Fairies //

49 Kommentare

  1. stefka

    Toller Text! Und irgendwie scheint es ein typisches Frauenproblem zu sein, dass wir immer die Schwächen sehen und versuchen, diese zu bekämpfen, anstatt uns über die positiven Dinge unseres Aussehens zu freuen.

    Ansonsten kann ich Dir als jemand, der schon ein paar Jährchen älter und der helle Hauttyp ist und sich nie in die pralle Sonne geknallt hat, sagen, das mit den Falten stimmt wirklich, ich habe bedeutend weniger als gleichaltrige oder sogar jüngere Freundinnen 😉 . Und was sich auch mit ü30 die Haut betreffend rächt: Rauchen!

    • Carolina

      Ja das stimmt allerdings. Ich normalerweise nicht so der „Männer-sind-so“ und „Frauen-sind-so“ Denker – aber was das Thema Gelassenheit mit sich selber angeht, können wir uns definitiv noch eine Scheibe abschneiden!
      Na das stimmt mich positiv würde ich sagen! 🙂

  2. Hach, meine Liebe! Der Text ist mal wieder super. Ich hab mich diesem Thema, dass Frauen sich oft nicht schön genug finden auch mal auseinander gesetzt (http://annanikabu.com/detox-diaet-ernaehrungsplaene/) und bin selbst auch zu dem Entschluss gekommen, mich einfach so anzunehmen, wie ich bin. Finde super, dass du das auch so machst! Jeder hat seine kleinen Macken, aber die gehören nunmal dazu und machen jeden einzigartig! 😉

    Auch deine Bilder sind mal wieder wunderschön! Das Portrait, bei dem du ganz nah dran bist und direkt in die Kamera schaust (was ja eigentlich untypisch für dich ist, haha) find ich wunder- wunderschön!!! <3

    Hab einen ganz tollen Tag, meine Liebe! <3

    • Carolina

      Oh ja, das ist allerdings höchst – ungewöhnlich für mich! 😀 Aber man muss ja auch mal aus sich rausgehen, wa?

      Habe deinen Artikel gelesen, aber sag mal von welchen „Hatern“ sprichst du denn da?

      • Meinst du das mit den doofen Kommentaren?
        Es gab mal eine Zeit (zur Zeit zum Glück nicht), da hab ich fast täglich Kommentare bekommen, wieso ich denn blogge, ich hätte doch gar keine Ahnung von Mode und hab selber keinen Stil und bin hässlich..
        Aber da schau ich drüber weg und jetzt ist es, wie gesagt auch nicht mehr! 🙂

  3. Ein unglaublich toller Text, mit dem du sicher einigen Mädels aus der Seele sprichst! Ich habe auch Jahre lang den Sommer in langen Hosen oder drinnen verbracht, weil ich mich im Spiegel mit kurzen Hosen nicht sehen konnte. Mittlerweile sage ich mir auch, dass es doch vollkommen egal ist. Solange ich mich wohlfühle, ist es egal was die anderen denken. Und wie du sagst, wenn man sich andere mal genauer ansieht, sind die auch bei weitem nicht perfekt!
    Schade, dass uns in den Medien ein so falsches Bild von „Schönheit“ und „Perfektion“ gemacht wird, an dem sich viel zu viele junge Mädchen orientieren!
    Liebe Grüße 🙂

    • Carolina

      Ich möchte damit ja auch nicht sagen, dass man niemals etwas ändern sollte. Wenn man sich unwohl fühlt, dann soll man auch natürlich etwas ändern. Aber es eben machen, statt es sich nur zu denken.
      Und dass ein Coverfoto auf einem Hochglanzmagazin natürlich auf höchstem Niveau verschönert wird, das ist ja mittlerweile lange kein Geheimnis mehr. Deswegen finde ich das Bild nicht mal so ganz „falsch“. Was wir damit machen und wie wir aufwachsen ist glaube ich sehr viel entscheidender!
      Aber wenn man sich selber so gar nicht leiden kann, dann ist etwas im Ungleichgewicht!

  4. Toller Post!
    Natürlich habe ich auch gute und schlechte Tage, ich habe gerissene Haut weil ich schon immer mit meinem Gewicht „arbeite“, ich will nicht mehr kämpfen sagen, denn ich will meinem Körper nur noch gutes tun. Ein Kampf gehört nicht dazu. Ich ernähre mich gesund, ich treibe Sport und stärke so meinen Körper, meine Seele und mein Dasein. Dadurch werde ich auch gleichzeitig entspannter was meine äußerliche Entscheidung betrifft. Natürlich bedeutet das nicht, dass ich mich gehen lasse aber ich akzeptiere meine Streifenhörnchen-Arme, denn ändern kann ich es sowieso nicht mehr und wieso soll ich deshalb keine kurzen Ärmel im Sommer tragen??

    • Carolina

      Ich finde du hast eine sehr schöne Einstellung gefunden. Man muss nicht alles akzeptieren, aber das, was man sowieso nicht ändern kann – warum nicht lieb haben lernen? 🙂

  5. Toller Text. Musste teilweise schmunzeln (da ich mich definitiv darin gesehen habe) und teilweise hatte ich Gänsehaut. Komisch, oder? An guten Tagen, denke ich auch -Scheiß auf Cellulite, Besenreißer und den dicken fetten Pickel mitten auf der Stirn den man gerade SO gar nicht gebrauchen kann- an anderen Tagen könnte ich mich unter der Decke verstecken und nie wieder raus kommen ( an solchen Tagen schiebe ich alles auf die Hormone *lach*). Ich denke einfach dass das ein typisches Frauenproblem. Aber wir sollten öfters in den Spiegel schauen und das Schöne sehen. Denn wir alle sind schön, auf egal welche Weise.
    Apropos schön….ich finde dich unheimlich schön :-*. Die Bilder sind traumhaft von dir.

    LG Katharina von Katcherry

    • Carolina

      Oh ja, wenn die Hormone gerade wüten, dann muss man da irgendwie durch. 😀 Gegenbenfalls alle vorwarnen (wichtig: den Freund) und sich selbst ein kleines Memo an den Spiegel hängen – „temporäre Gefühlsverwirrunge! – In paar Tagen ist alles wieder gut!“ 😉

      Vielen vielen Dank für das liebe Kompliment, Katharina! ♥

  6. Oooh ich kenne das auch nur zu gut!
    Ich stehe so oft vor meinem Spiegel und denke mir einfach nur:
    Nein, da skannst du im Moment nicht anziehen!

    Dabei sage ich immer zu allen meinen Freundinnen, die sich auch beschweren:
    Wir sind alle nicht dick, keiner hat Grund sich wegen seiner Figur undwohl zu fühlen.
    Es hat einfach jeder einen anderen Körperbau und einen anderen Stoffwechsel.
    Das muss einem klar werden und dann kann man auch seinen eigenen Körper
    lieben lernen. Und wer sich doch beschwert das die Oberschenkel zu dick sind
    oder der Bauch nicht flach genug ist, der muss eben etwas dafür tun.
    Von nichts kommt nichts.

    Du hast schon recht, traurig sein. Bringt da nichts! Man muss sich selber einfach lieben lernen. 🙂

    • Carolina

      …und es ist ja auch gut so, dass wir alle so unterschiedlich sind! Stell dir mal vor, wie langweilig das sonst wäre!
      Und es ist genau wie du sagst: Wenn man wirklich von Herzen unglücklich ist, dann soll man etwas dafür tun. Aber ich bin der festen Überzeugung, wer einfach ganz normal alles ist, sich nichts verweigert, regelmäßig eine Sportart betreibt, die einem auch wirklich glücklich macht – der ist von Haus aus zufrieden und hat auch eine ganz „normale“ Figur. „Normal“ im Sinne von keine 50 kilo zuviel oder zu wenig (überspitzt ausgedrückt ;-))

  7. Sehr erfrischend, liebe Carolina! Ich bin auch der Meinung, dass man so gut wie möglich Freundschaft mit sich selbst schließen sollte. Wie lange hätten wir wohl eine Freundin, die so über uns redet, wie wir über uns reden? Nicht lange, vermutlich! Warum erlauben wir es uns dann?
    Man sollte immer versuchen, sich selbst anzunehmen und du hast Recht, man kann auch gut und gerne an sich selbst arbeiten!
    Und die Bilder sind natürlich mal wieder superschön! 🙂
    Alles Liebe!

    • Carolina

      Das hast du wirklich gut geschrieben. DU hast Recht, wir sind uns selber oft wirklich eine furchtbare Freundin – so jemanden würden wir wahrscheinlich sofort den Vogel zeigen und sagen „Na Danke, auf so jemanden wie dich kann ich verzichten!“

  8. Ann

    Wahnsinnig toller Text! Ich stehe auch immer mit mir und meinen Körper auf Kriegsfuß. Die anderen kommen einen immer größer, dünner, hübscher vor und die Klamotten scheinen ihnen auch besser zu stehen…Dann habe ich letztens einen Bericht im Fernsehen gesehen, bei welchem die Frauen sich selber skizzieren sollten (es ging also eher um die Figur). Nur eine einzige hat sich richtig eingeschätzt: die einzige, die zufrieden mit sich war. Durch die Menschen um uns herum und das gängige Schönheitsideal, dass wir ständig vermittelt bekommen, verlernt man sich einfach sich selbst RICHTIG wahrzunehmen. Du hast recht: Man muss sich selber lieben, ehren, sich wie ein kleines Kind behandeln und sagen „Hey, ich bin ich, und das ist gut so!“ Ich bewundere dich, dass du so weit bist. Ich bin es noch lange nicht. Aber Posts wie deine geben einen wirklich Kraft… Bleib so wie du bist, du bist wirklich eines Vorbilds würdig (für mich zumindest :))
    Liebste Grüße, Ann

    • Carolina

      Vielen vielen Dank, Ann, für diese zauberhaften Worte! <3
      Oh ja, das habe ich auch schon mal gehört - eigentlich wirklich erschreckend, oder?
      Ich gebe mein Bestes und habe natürlich auch nicht 24 Stunden am Tag nur gute Laune. Im Gegenteil, ich habe sehr sehr viele schwere Zeiten im Leben gehabt und habe ich sie immernoch. Aber ich möchte mir einfach die Freude nicht nehmen lassen. Ich will nicht mal als Omi in meinem Schaukelstuhl sitzen und sagen müssen "Ach, die Jahre von XY bis XY - die waren totale Verschwendung, alles kacke gewesen!" Ich will einfach jeden Tag genießen. Auch wenn das etwas kitschig und platt klingt..

    • Carolina

      Hehe, fast! Das Haus meiner Eltern wird gerade renoviert und ist komplett eingerüstet! Das ist quasi gerade mein Balkon – ich würds gerne behalten! 😉

  9. Das Bild bei dem du frontal in die Kamera schaust, die Hand an deinen Wangen… das ist sooo stark. Ich saß wirklich eine ganze Weile da und hab es mir angeguckt. Ein richtig starker, fesselnder Blick, meine Liebe. Du solltest öfter in die Kamera gucken!

    Abgesehen von dem Bild und natürlich den anderen wundervollen Bildern liebe ich das was du schreibst.
    Ich glaube diese Gelassenheit von der du schreibst kommt mit dem Alter. Vielleicht ist das auch so ein bisschen der Gedanke „Deine schönste Zeit ist jetzt eh rum“ 😀 aber ich denke man braucht eben auch ein paar Jahre um sich selbst lieben zu lernen. Dafür ist die Pubertät ja da. Sich selbst kennenlernen. Sich selbst akzeptieren.
    Ich selbst hab nach dem Abitur knapp 10 kg zugenommen, das ist jetzt knapp 8 Jahre her. Ich hab immer wieder versucht abzunehmen, aber es gelingt mir nicht wirklich. Muskeln ja, weniger Fett? Nö! Mittlerweile hab ich es aufgegeben. Beziehungsweise: Ich kämpfe nicht mehr verbissen dafür! Ich trainiere, mach das was mir gut tut, esse wie mein Körper hunger hat. Ich hätte zwar nichts dagegen einzuwenden wieder weniger auf den Rippen zu haben, aber ich glaube auch einfach, dass mein Körper mir sagt „Das ist mein Wohlfühlgewicht. Lass mich so!“
    Und mir deswegen das Essen verbieten lassen oder mich einschränken: nö!
    Ich weiß, dass ich niemals Model werden könnte und das sicherlich andere immer denken werden „Na, die könnte aber ruhig mal abnehmen“ oder „Mensch, hat die Cellulite“ oder sonst was – mir ist es mittlerweile aber echt egal. Mir sind ganz andere Dinge wichtig geworden im Leben. Und diese tragen ja auch wirklich zum Glück bei – wenn man nicht gerade mit seinem Aussehen seine Brötchen verdienen muss 😀

    • Carolina

      Vielen Dank, Liebes!
      Ach ich glaube, du hast Recht, wahrscheinlich kommt das erst so mit der Zeit, wenn man den Stress mit sich selbst Leid wird! Und wahrscheinlich hat der eigene Körper wirklich so was wie ein Wohlfühlgewicht – fern fernab von irgendwelchen Normen und BMI Werten. Egal ob vielleicht etwas zu viel oder etwas zu wenig – es ist sehr schwer, das zu verändern. Ich glaube, ich wiege seit Jahren immer plus minus 3 Kilo genau das Selbe.
      Und Cellulite ist ja eh gewichtsunabhängig, das trifft jeden, egal ob Modellmaße oder nicht! 😉

  10. Dein Text ist wunderbar, viele Mädels werden dir dafür sehr dankbar sein. 🙂

    Früher wurde ich wegen meiner sehr, sehr hellen Haut immer gehänselt.

    Aber dann (ich weiß gar nicht wann das war, ab so etwa 20?), wurde ich immer öfter um genau diese Haut beneidet. Wieso habe ich nie verstanden… 😉
    Und dabei viel dann mal ein Begriff den ich mochte und immernoch mag und der alles in positives Licht rückte: „Schneewittchenhaut“.
    Und mit einem Mal mochte ich meine helle Haut und war stolz darauf anders als die anderen zu sein.

    Liebe Grüße!
    Silke

    • Carolina

      Hehe, ich finde auch mit dem Begriff fühlt man sich gleich sehr viel besser. Alabasterhaut finde ich ja auch sehr schön. Aber mit den Pickeln…naja..:-D Ach egaaaaal, wir sind halt die Schneewittchens dieser Welt. Mit mehr oder weniger schöner Haut! 🙂

  11. Hey Carolina,

    das ist mal wieder ein ganz starker Eintrag von dir! Es ist eigentlich schade, dass man so oft und breit daran erinnern muss, aber so ist es nunmal und es ist wichtig, dass tolle Mädchen wie du ihre Meinung zum Thema teilen 🙂
    Einen kleinen „Kritikpunkt“ habe ich aber, bzw. ich bin mir sicher, dass du es nicht so gemeint hast, aber mir ging der Kommentar mit dem Typen ein wenig schwer runter – du hast „nen Typen abbekommen, also kann es nicht so schlimm sein“ – naja….. wenn man keinen Typen abbekommt ist es dann vielleicht schon eher schlimm?! War bestimmt nicht so gemeint und ich will dir deinen wundervollen Eintrag jetzt nicht daran aufhängen und schlecht reden, aber auf solche Umkehrschlüsse lieber ein bisschen aufpassen, die könnten den einen oder anderen falsch treffen 😉

    Liebe Grüße
    Sabine

    • Carolina

      Hallo liebe Sabine, oh ja du hast Recht, das kommt vielleicht ein wenig blöd runter. Das ist manchmal das Blöde am Schreiben, wenn du gehört hättest, wie ich es sage, dann hättest du meinen ironischen Gesichtsausdruck gesehen und die hochgezogene Augenbraue – und dann hätten wir zusammen einfach laut gelacht. Das war natürlich auch sehr scherzhaft dahingesagt. Sei dir sicher, einen Typen abzubekommen oder nicht sagt ja mal gar nichts über die eigene Optik aus. 😀
      Tut mir Leid, wenn dir das dann so dahingeschrieben ein wenig schwer runterging, das wollte ich nicht! :-*

  12. Bist du süß! 🙂
    Ich kann das Wort Cellulite schon gar nicht mehr hören, seit ich mich frage, ob meine Freundin mit ihren zarten 16 Jahren wirklich eine Cellulite-Creme kaufen musste. Meine Güte! Abgesehen davon, dass ich nicht an die Wirksamkeit glaube, aber so sind wir halt und es ist fast unglaublich, wie viele Gedanken man sich so darüber machen kann… Ja, ich mag meine Nase nicht und mein linkes Auge versucht gerade eifrig, sämtliche Annäherungen von Symmetrie in meinem Gesicht zu verscheuchen, aber ich kann’s nicht ändern und will trotzdem lachen. Weil das nicht alles ist, weil es auch positive Seiten gibt und weil Barbies ziemlich ekelhaft sind. Ich hab gestern eine gesehen und war ganz schockiert.
    Und ich mag blasse Haut übrigens gern, gebräunt sein ist im Sommer ja auch nichts Besonderes.

    Viele liebe Grüße, Mara

    • Carolina

      Oje, naja, manche kämpfen dagegen ja auch schon sehr früh. Da kann man ja auch leider nicht sooo viel machen. Klar, Sport und gesunde Ernährung helfen, aber zu 100 Prozent kriegt man das einfach nicht weg, wenn man mit einem eher schwachem Bindegewebe ausgestattet wurde! :-/ Da hilft nur: Akzente auf andere Stellen setzen! 🙂

  13. Wundervoller Post! 🙂 Nur bei dem Satz „wenn du zumindest einen Typen abgekriegt hast“ musste ich ein bisschen.. hm.. verschämt grinsen.. oder ka.. ich weiß gerade nicht wie ichs sagen soll.. 😀 Ich bekomm nicht mal mehr einen Typen ab – muss ich mir Sorgen machen? -.- 😀
    Naja sonst bin ich dennoch sehr zufrieden mit dem was ich bin und mit dem was ich habe.. es bringt auch nichts sich darüber aufzuregen. Natürlich ärger ich mich, wenn die Hose von vor nem Jahr anfängt etwas zu kneifen und sich schon wieder ein neuer Pickel ankündigt, aber die Frage ist dann doch eig nur: Wer ist schon perfekt.. gibt es jmd, der sich wunderschön und makellos findet? Ich denke nicht und das ist gut so! 😉 🙂

    • Carolina

      Oh du liebe Maus! Ich glaube, da habe ich mich echt mega doof ausgedrückt, eine andere Bloggerin hat die Zeile auch nur schwer runtergelesen bekommen. Wirklich blöd, dass ich meinen Gesichtsaudruck nicht sehen könnt, bei manchen Dingen, die ich schreibe. Das vergesse ich manchmal, wenn ich so frei von der Leber wegschreibe, dass ihr mich ja trotzdem nicht so gut kennt. Also natürlich schon ein wenig, aber eben nicht so vom echtem Leben her.
      Das war natürlich schon auch sehr selbstironisch und scherzhaft zu mir selber gemeint. Aber mach dir keine Sorgen, liebe Nadja – wenn ich daran denke, wie viele wunderschöne (innerlich und äußerlich) Menschen keinen Partner haben und wie viele absolute Deppen dafür schon – dann heißt das definitiv, dass Optik kein wirkliches Kriterium für die „Typen-Sache“ ist. 😀

      • Naja.. ich habs auch schon ironisch gelesen – deshalb auch das verschämte grinsen (oder das, wo ich nicht genau wusste, wie ausdrücken..) Ich bin ja gar nicht so.. 😀
        Tja.. und, dass so viele komische, doofe Menschen jmd abbekommen und andere entweder immer stillschweigend warten müssen oder immer wieder an die falschen geraten – ich frag mich da echt was kaputt läuft.. aber das ist wohl genauso wie das mit den Selbstzweifeln.. es ist so wie es ist und ändern kann mans eh nicht, also weswegen drüber aufregen?! 🙂

  14. Herzchen! Du bist (doch) eine so hübsche junge Frau und sicherlich sind andere Männer total neidisch auf deinen Freund, dass er eine so tolle Dame an seiner Seite hat. Zu helle Haut? Ich kenne das ja. Wie ich dem umgehe? Bräunungsmilch und dunkleres Make-up, das ich mir bis sonstwo „hinschmiere“, damit die Übergänge besser aussehen (ist jedenfalls besser als bei anderen, die nur bis zum Kinn Make-up auflegen und man sofort sieht, dass sie es nur bis dahin aufgetrgen haben). Gut…ich mache das so, aber bleib du mal schön du. Du hast Prinzessinenhaut. Punkt. 🙂 Cellulite…ja…die habe ich leider etwas mehr und außerdem sind meine Oberschenkel zu breit. Erbbedingt. Aber was solls…meine Rundungen werde ich nie los und größer werde ich auch nicht mehr. So ein Quatsch…und dabei rieten uns damals alle möglichst viele Fruchtzwerge zu essen, um richtig groß zu werden. Geklappt hat es bei mir nicht. Was solls. Wir sind trotzdem schön. Und vermeintlich „““““schönere“““““ Frauen haben meist eine eingeschränkte Persönlichkeit. Also…immer frohen Mutes und selbstbewusst die Welt dort draußen erobern…wir haben es uns verdient!

    Liebst
    Vanessa aka. Frau Chuba (die in letzer Zeit viel zu selten Blogs liest weil wegen zu wenig Zeit)

  15. Ich finde deine Beiträge so bewegend. Du findest so gut gewählte Worte für alles und sprichst die Leute, denen es genauso geht, wirklich an. Deine Bilder sind dazu noch so unglaublich schön, du bist schön. Ich liebe es auf deinem Blog rumzuscrollen, hachja. <3
    Mach bitte immer weiter so. Du bist inspirierend für andere Menschen! 🙂
    Ich bin noch ganz frisch unterwegs als Blogger, aber würde mich freuen wenn du mal vorbei schaust.
    Lg Frances von
    http://danger–inside.blogspot.de/

  16. Pingback: favorites of the week | clarabour.de

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