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Nostalgie. Die Sehnsucht nach der guten alten Zeit, in der man nichts zu lachen hatte. Charles Aznavour

 

Achtung, das wird ein nostalgischer Eintrag. Das bin gerade nicht ich selbst, sondern irgend etwas hoch sentimentales hat von meinen Fingern Besitz ergriffen.
Und zwar denke ich gerade ein wenig wehmütig an die Schule zurück.
Vielleicht liegt es ja an den Bildern, wer weiß das schon. Meine Bürotasche hat schon etwas von Schulranzen finde ich. Fakt ist aber, ich war nie so der wirkliche Überflieger in der Schule. Ich war eher der Typ „mit minimalem Aufwand das Maxium herausholen“. Sprich, ich schwamm immer so auf der 3er Welle (Mathe und Physik ausgenommen, da hätten mich nicht mal Schwimmflügel über Wasser gehalten). Ich war eher der Typ Strafarbeit, eine von denen, die ständig ermahnt wurden leise zu sein – selbst wenn ich gerade gar nicht geredet hatte. Zudem war ich wirklich nie pünktlich. Ich habe das einfach nicht hinbekommen. Dabei ist es wirklich nicht gut für die Mitarbeitsnote, wenn man jeden Morgen den Lehrermonolog unterbricht, um über diverse Overheadprojektorkabel oder Schulranzen zu stolpern. Und jedes Mal waren das die Momente, in denen ich mir hoch und heilig geschworen habe, morgen wirklich zeitig da zu sein.
Und was haben wir geschimpft über die Schule: die blöden Lehrer, die langweiligen Stunden (Das waren sie wirklich), der Nachmittagsunterricht (Waaas, heute bis 3 Uhr, das ist ja dreist!), immer die gleichen labbrigen Leberkässemmeln in der Pause (Wir hatten da eine sehr exzessive Phase – die Veganer werden mich töten.), für Klausuren lernen (Waaas, alle vier Seiten sind Stoff – unerhört) und überhaupt war in meiner pubertären Welt ja auch ziemlich viel total doof und gemein.

Steht man aber erstmal in der Welt der Erwachsenen, so mit Berufsalltag und allem drum und dran, dann denke ich jetzt voller Liebe an dieses große Gebäude. Sehe die Sonne morgens darüber aufgehen und höre das Lachen vieler Kinder und Jugendlicher. Ok, ich warnte euch bereits, ich bin gerade etwas von Nostalgie ergriffen.
Diese Gedanken kommen mir, wenn ich um halb sechs noch im Büro sitze (Um 3 Uhr gehen zu können – blanke Utopie), die monotone Lehrerberieselung vermisse (immerhin konnte man da witzige Sachen in andere Hefte malen), statt Terminen mit seltsamen Kunden (denen man damals in der Schule den Kopf in die Klospülung gehalten hätte), würde ich auch 15 Seiten lernen und selbst die Leberkässemmeln waren rückblickend betrachtet vielleicht labbrig, aber doch sehr schmackhaft und saftig. (Nochmal Sorry an die Vegetarier!)

Und außerdem fehlen mir Mamas Pausenbrote. Auch wenn sie immer viel zu viel Brot und viel zu wenig Belag drauf gepackt hatte (sodass man eigentlich kaum noch schlucken konnte, weil das Brot bei jedem Bissen immer mehr wurde). Mama, falls du das hier liest: Ich habe sie trotzdem immer gegessen (ok, fast immer) und ich hab‘ dich lieb.
(Das macht die Nostalgie, Leute!)

Outfit

// Satin Kleid mit Pünktchen H&M // beiger Strickcardigan 3Suisses // Ledergürtel mit Goldschnalle H&M // Ledertasche Flohmarkt // Boots Görtz // Stirnband in rosé mit Perlen SIX // Herrenuhr Dugena //

Fotos

// MM //

P.S.

// Ich entschuldige die teilweise nicht ganz scharfen Bilder, mein Liebster hatte an dem Tag offensichtlich seinen Flachmann vergessen und leicht zittrige Hände. Ok, das mit dem Flachmann ist gelogen, aber das mit den zittrigen Händen nicht. //

 

 

 

 

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