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The real world is where the monsters are.

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Ich liebe es zu schreiben.

Es ist wie aufräumen im Kopf. Ausmisten. Sortieren. Ordnen. Neu gestalten. Platz schaffen.

Aber manchmal fällt mir das Auräumen wirklich verdammt schwer. Denn oft sind es trauringe Gegenstände, die sich dort in Hülle und Fülle angesammelt haben. Ihr wisst schon, die unangehnemen Aufräumarbeiten eben. Wie Schränke auswischen (wenn man erstmal 105840952495 Gegenstände vorher herausnehmen muss, ehe man die eigentliche Arbeit überhaupt erledigen kann). Oder Pflanzen entstauben. (Habt ihr schon mal versucht, einen Benjamin Busch mit 5 Millionen Blättern zu entstauben?)
Heute ist so ein Tag.
Der Chaosberg erscheint so groß zu sein, dass man entmutigt die Schultern hängen lässt, weil man ahnt, dass man all die Arbeit sowieso niemals schaffen wird. Doch gleichzeitig spürt man die unnachgiebige Wand im Rücken, die einem den Rückweg versperrt. (Die Wand war in meiner Kindheit übrigens meine Mama, die dafür gesorgt hat, dass meine realen Chaosberge nicht auf Eiffelturmhöhe angewachsen wären..)
Was würde ich manchmal dafür geben, könnte ich meine Gedanken-Chaosberge gegen die in meiner Kindheit eintauschen. So schön erscheinen sie einem nun im hier und jetzt.
Ob wir in 10 Jahren genauso über unsere heutigen Sorgen denken werden, frage ich mich.
Laufen wir dann vor ganz anderen , noch viel größeren Monstern weg oder sind wir dann inzwischen kampferprobt und begegnen ihnen mit erhobenem Kinn. Ganz egal wie groß oder erschreckend die Monster auch sein mögen?

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Fotos

// Foxes & Fairies //

Modell

// Katharina, 17  //

Ganz und gar kein Monster im übrigen war die zauberhafte Katharina, die ich in meinem letztem Shooting fotografieren durfte. Sie strahlte mit der Abendsonne um die Wette und jedes Mal, wenn ich die Bilder betrachte, muss ich lächeln. Einfach so.
Nicht jeder Mensch ist extrovertiert und kann auf Anhieb aus sich herausgehen. Vor allem nicht vor der Kamera. Umso mehr ist es jedes Mal für mich das Schönste während eines Shootings zu erleben, wie jemand aufblüht, Spaß hat, den Moment genießt und dabei ganz vergisst, dass er eigentlich gerade fotografiert wird.

28 Kommentare

  1. wow, welch wundervoller post, liebes <3
    die ergebnisse des shootings sind wunderwundervoll, das licht ist traumhaft <3 richtig toll geworden.
    ouh man [haha, ich komm aus dem schwärmen gar nicht mehr raus :D] , und dein text ist auch toll. und so wahr. du schreibst so gut! ich les das immer richtig gerne. (:
    aber ich versteh voll und ganz was du meinst, das geht mir auch so. nur ich habe im moment leider eine furchtbare schreibblockade. weil ich finde es normalerweise auch so befreiend, wenn man einfach alles runterschreibt, was man im kopf hat. (:
    tihii, und da hast du auch recht, die kleinen großen sorgen, die man als kind hatte, erscheinen heute sooo banal, im gegensatz zu den heutigen sorgen und gedanken…
    wirklich ein guter post, der zum nachdenken anregt. danke dafür!
    liebste grüße, Lisa (:

    • Carolina

      Ach Lisa, dein Kommentar hat mich gerade richtig aufgebaut – zur Zeit mag bei mir irgendwie nichts so richtig laufen und selbst wenn ich meine Posts fertig habe, bin ich irgendwie nicht richtig zufrieden! 🙁 So ist das wahrscheinlich, wenn der Kopf so voller Sorgen ist. Da bleibt nicht viel zu tun, als nach dem Motto „Augen zu und durch“ auf die besseren Zeiten zuzurennen..
      Du machst mir eine große Freude, wenn du nicht alles so mistig findest wie ich! 😉

  2. ooooh, das freut mich ja dass ich dich ein bisschen aufbauen konnte (:
    aber so zeiten hat man ja zwischendurch immer mal,und, liebe caro, auch diese zeit geht vorbei! (: ganz sicher.
    das wird schon (;

  3. Oh wie hübsch! Ich liebe das erste Foto, da sieht sie… mir fiel gerade „erleuchtet“ ein.
    Genau die Zeit fängt gerade an für mich. Mai. Im Mai haben so viele Geburtstag, im Mai sind Klausuren, im Mai ist Chorreise, im Mai sind wir sechs Tage lang Gastfamilie für die Finnen, im Mai sind Konzerte zu Hause. Alles auf einmal. Aber irgendwo muss man wohl anfangen, und wenn der Juni anbricht, Kursfahrt, Zeugnis und Ferien auf mich zukommen, dann kann ich stolz auf die ganzen bewältigten Monster sein. Ich wünsch dir auch viel Glück dabei, irgendwann ist der Berg weg und die Sonne dahinter funkelt gleich um so schöner! (:

    Viele liebe Grüße, Mara

    • Carolina

      Es ist schon immer so ein Phänomen, dass alles gleichzeitig aufeinander kommt! 😉
      Danke Mara, für’s viel Glück wünschen – das gebe ich direkt mal an dich zurück, ich denke, du kannst es auch brauchen!
      Und ich hoffe sehr, du hast Recht – ich bin bereit für ganz viel Funkeln!!!

  4. Oh das mit dem ausmisten kenn ich leider viel zu gut -.- Momentan – bei dem Wetter vor allem – kommen mir tagsüber so viele tolle Sachen in den Kopf, Texte, Postideen oder ich hab den Drang nach draußen zu stürmen und alles mögliche zu fotografieren – wenn ich im Büro sitze und noch bis 18.00 arbeiten soll.. :/ 😀
    Als ich heute nach Hause kam, war ich dann auch noch hochmotiviert – Kamera packen, Bilder machen, Texte schreiben und unbedingt einen neuen Blogpost verfassen.. zuhause angekommen erstmal aufs Sofa – da sitze ich immer noch 🙁 😀 Am Schlimmsten ist momentan meine Facebook-Seite.. ich finde einfach keine Motivation um iwas zu posten.. vor allem was mit verlinkten Personen (die Bilder ohne Verlinkungen, werden ja fast gar nicht mehr wahrgenommen..)
    Deinen Post find ich deshalb so klasse.. dazu diese wunderschönen Bilder und dann noch Bastille ♥ Sehr super! 🙂
    Aber wie Lisa schon sagte solche Zeiten gehen vorbei – es kann ja nicht immer alles perfekt laufen, weil dann würde man die perfekten Momente nicht mehr zu schätzen wissen.. 🙂

    • Carolina

      Ich wollte gerade tippen- „da hilft nur, alles direkt sofort ins Ideenbüchlein schrieben“, aber dann habe ich das mit der Couch gelesen. Also vergiss den ersten Satz und merke dir einfach nur: Niemals nach der Arbeit auch nur in Wohnzimmernähe kommen! 😀
      Und hinter deinem letztem weisen Satz setze ich gedanklich nur noch ein kleines Amen, Schwester!

      • Ein Ideenbüchlein hab ich sogar.. liegt immer griffbereit.. allerdings ist das bei der Arbeit natürlich iwie schlecht. 😀 Und das mit dem Sofa – ich weiß, aber es ruft mich immer.. 🙁 😀
        Ja.. mit dem Satz halt ich mich aufrecht, wenn iwas doof läuft.. 😉 😀

          • Carolina

            Hahahah – nee, bisher keine allzu großen! 😉

  5. Das ist, wie immer, ein schöner Post von dir. Ich habe genau wie du zurzeit viele Sorgengespenster die mich täglich verfolgen und ich frage mich auch oft, ob ich darüber irgendwann mal lachen kann. Das einzige was immer hilft, ist daran zu denken, dass es in ein paar wochen schon wieder besser aussieht!

  6. „Was würde ich manchmal dafür geben, könnte ich meine Gedanken-Chaosberge gegen die in meiner Kindheit eintauschen.“ Genau das war heute mein Gedanke in der Bahn!!! 😀
    Ich habe allerdings die Hoffnung das ich in 10 Jahren organisierter bin und weniger Stress habe… ich bin mal optimistisch…

    Und zum Pflanzen entstauben, nimm so ein „Swiffer“-Wuschel-Staubsammel Ding! Die sind super für sowas und geht schnell 😀 Also ich hab da auch nur das No Name Ding für aber ich hoffe du weißt was ich meine… wenn nicht sag Bescheid dann such ich nen Bild^^

    Das erste Bild mit den Blüten ist übrigens wunderschön *_*

    LG Steffi
    http://realityisapointofview.blogspot.de/

    • Carolina

      Wie alt bist du denn – je nachdem wie jung du bist, besteht vielleicht wirklich noch Hoffnung auf Besserung! 😀 (Ich für meinen Teil habe die allerdings schon verloren)

      Und danke für den super Tipp – ich wünschte, das hätte ich schon damals als kleines Kind gewusst, als ich da so wütend mit dem doofem Putzlappen vor der Pflanze gehockt habe…:-D

  7. Ich glaube, das kennt jeder, dass man sich manchmal wünscht, man hätte wieder die „Sorgen“ von früher. Aber andererseits – was bringt einem die ganze Unbeschwertheit, wenn man sich dieser nicht bewusst ist? Als Kind weiss man zum Glück nicht, was einen noch alles erwartet 🙂 Ich denke, die Probleme werden sich im Laufe des Lebens immer etwas verändern. Aber ich bin immer wieder so beeindruckt davon, was Menschen alles schaffen können. Wir sind so stark, dass ist wahnsinn finde ich. Und das sollte man die aus den Augen verlieren. Auch wenn die Zeiten mal schwerer sind, irgendwann kommen auch wieder die leichten Tage und Zeit heilt alle Wunden – heisst nicht, dass keine Narben übrig bleiben, aber der Schmerz oder die Trauer werden immer weniger 🙂

  8. Deine Fotos sind mal wieder wuuunderschön! 🙂
    Ich mag ja keien Pflanzen abstauben, ich stell sie einfach in seltenen, aber regelmäßigen Abständen alle in die Badewanne und gehe einmal mit der (sanften) Brause drüber. Das verhindert auch Niesanfälle! 😀
    Liebe Grüße!

  9. Miu

    Ich denke, die Monster werden sowohl größer als wir auch selbstbewusster, mutiger und erfahrener und von davon wird es hoffentlich nicht ganz so schlimm, wie es gerade klingt.
    Jedenfalls hoffe ich das wirklich sehr!

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